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Äskulapnattern unterwegsDarum schlängeln derzeit mehr Schlangen um unsere Häuser

Zurzeit häufen sich die Sichtungen von Schlangen - vor allem in der Nähe der Zivilisation. Expertin Helga Happ klärt auf, warum die Tiere Menschen im Moment näher kommen als sonst.

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Diese Äskulapnatter wurde kürzlich im Gailtal von der Polizei eingefangen und wieder ausgesetzt © KK/Polizei
 

Neben Spinnen zählen Schlagen wohl zu den am meist gefürchteten Tieren. Kein Wunder also, dass zurzeit einige Kärntner einen kleinen - oder größeren - Schrecken kriegen, wenn sie auf eines der Tiere stoßen. Auch Helga Happ vom Reptilienzoo Happ in Klagenfurt wird dieser Tage öfters aufgrund gesichteter Schlangen kontaktiert. "Die Leute fragen mich, warum es heuer so viele Schlangen gibt. Es ist aber so, dass es nicht mehr sind, sondern, dass man sie vermehrt nahe der Zivilisation findet", erklärt die Expertin.

Aufgrund der spät eingesetzten hohen Temperaturen dauerte die Winterstarre der Tiere - bei den gesichteten Schlagen handelte es sich vor allem um ungiftige Äskulapnattern - länger. "Der Frühling war verregnet und kalt, die Schlangen können aber nicht verdauen, wenn sie keine Sonne und Hitze haben", erklärt Happ und hebt hervor: "Sie sind schon in Lebensgefahr und sind daher so aktiv, weil sie sich selbst vor dem nächsten Winter erst wieder aufpäppeln müssen." Aus diesem Grund suchen die Tiere die Nähe der Zivilisation - einerseits, da hier das Essensangebot in Form von Mäusen, Ratten und Co. höher ist, andererseits, da sie neben Häusern die höchsten Temperaturen finden.

Foto © KK/Polizei

In den letzten Tagen rückte auch immer wieder die Polizei aus, um Äskulapnattern in der Nähe von Wohnhäusern einzufangen und etwas weiter draußen wieder auszusetzen. "Wir haben extra für solche Einsätze Polizisten und Feuerwehrleute ausgebildet, sie wissen, wie sie mit den Schlangen umgehen müssen, ohne sie oder sich selbst zu verletzen", sagt Happ, die dankbar für diese Helfer ist, da so auch in entlegeneren Gebieten - wie kürzlich in Rothenthurn oder dem Gailtal (siehe Foto) - schnell jemand vor Ort sein kann.

 

Kommentare (5)
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wischi_waschi
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Aeskulapnattern

Diese Schlangen sind wirklich ungefährlich, ich erschrecken nicht mal mehr.
Muss aber zugeben , hatte auch schon andere Zeiten.
Bin der Natur sehr nahe.
Meine Devise Leben und Leben lassen.

mobile49
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ist die bibel schuld , dass so viele angst vor schlangen haben ?

die "urangst" vor schlangen hat wohl auch mit der "schlange im paradies" zu tun . meint man , man würde von diesen schönen tieren aus dem "wohlstandparadies" vertrieben ?
in unserer , ach so aufgeklärten welt , sollte es aber ganz natürlich sein , dass man glücklich ist , eine schlange überhaupt zu gesicht zu bekommen .

jeder bauer war früher einmal stolz , wenn er auf seinem bauernhof eine glattnatter(schlingnatter) hatte - es war eine sogenannte glücksnatter , die mit den katzen und den verschiedenen eulenarten den mäusestand reduzierten und dadurch den getreidefraß in grenzen hielt .
heute weiß man angeblich so viel mehr , doch das nützlichste wissen wurde "abgelegt" .
ich bin glücklich , rund um mein haus sowohl glatt - wie auch ringelnattern immer wieder zu sehen - und mir wurde von ihnen noch nie "ein leid " getan und ausserdem fühlen sich schlangen extrem seidig an - probiert es aus

Bluebiru
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@mobile

Ich habe auch Schlingnattern in meinem Garten. Und sie scheinen sich bei mir auch zu vermehren, weil ich in den letzten beiden Sommern jeweils eine kleine Schlingnatter in meiner Einfahrt auf dem heißen Asphalt sich sonnend fand.

Ich glaube übrigens nicht, dass die Bibel schuld an der Schlangenfurcht ist, sondern dass die Erwähnung der Schlange in der Bibel, mit all dem negativen, das man der Schlange zuschreibt, vielmehr Ausdruck der Furcht des Menschen ist, die auch damals schon vorhanden war. Sozusagen, die Beschreibung einer Urangst vor diesen Tieren. Auch Affen fürchten sich ja vor Schlangen und machen ihre Artgenossen laut zeternd auf diese aufmerksam.

mobile49
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@Bluebiru

natürlich , wo wes würge- und viele giftschlangen gibt , gibt es die "urangst" - deshalb benutzte ich das wort "auch" .
in unseren breiten aber gibt es nur die kreuzotter in moorgebieten und in gebirgigen gegenden und die sandviper am dobratsch und in einem kleinen gebiet der südsteiermark .
gut , man kann anführen , es gibt auch schlangenliebhaber , die sich auch giftschlangen halten und hin und wieder "kommt ihnen eine aus" .
ich verstehe ja noch die schlangenangst der großstädter , die auch als kinder nicht "schlangenfangen" waren - auf dem land aber (so habe ich die erfahrung gemacht ) ist die "schlangenangst" mindestens so groß wie in graz zb. - und das ist mir ein rätsel

lamagra
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Wieso Angst und Schrecken?

Es gibt doch nichts schöneres, als eine Äskulapnatter zuzusehen, wie sie sich wohl fühlt! Zeigt auch davon, dass diese wunderschönen, streng geschützten, Tiere wieder zahlreich vorhanden sind