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Corona-KriseSchulen appellieren: „Betreuen Sie Ihr Kind bitte zu Hause!“

Die Volksschulen in Kärnten sind trotz Lockdown gut besucht. Elternvertreter sagen: „Es gibt ein Recht auf Bildung.“

© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Je länger der Lockdown dauert, desto weniger Schüler sollten laut Ansicht des Ministeriums in den Bildungseinrichtungen betreut werden. Das Gegenteil ist der Fall: 16 Prozent der Kinder besuchten während des ersten Lockdowns 2020 die Schule, 19,1 Prozent oder 8002 Schüler haben sich bei der letzten Befragung für die Jänner-Beaufsichtigung angemeldet. „Die Erfahrung zeigt, dass letztlich aber immer mehr als geplant kommen“, berichtet Kärntens Bildungsdirektor Robert Klinglmair.
Während die AHS-Unterstufen bzw. die Mittelschulen kaum betroffen sind, benötigen derzeit 28,7 Volksschüler Betreuung vor Ort – obwohl am Sonntag Bildungsminister Heinz Faßmann unterstrich, man möge Kinder nur in Schulen schicken, „wenn dies wirklich nötig ist“.
Mehrere Bildungseinrichtungen wenden sich nun an die Eltern und drängen diese, die Kinder zu Hause zu lassen. „Viele Eltern haben aber gar nicht diese Möglichkeit. Der Urlaub ist aufgebraucht, sie verzweifeln und resignieren“, sagt Gertrud Kalles-Walter, Elternsprecherin für den höheren Schulbereich.

Kommentare (11)
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nussrebell
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Was ich mich immer...

... frage, ist: wer soll sie denn daheim betreuen, die 6/7/8jährigen? Alleine daheimlassen, wenn die Eltern arbeiten? Oder gibt es wirklich so viele Eltern, die nicht berufstätig sind?

Avro
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Appell der Eltern

Das Ministerium soll dafür sorgen das alle Schulen uneingeschränkt offen sind und die Kinder auch den Unterricht erhalten für den wir schon bezahlt haben!
Es ist nicht akzeptabel, daß die Gruppe die sich am wenigsten wehren kann unter dieser Politik leiden muss!

Giuseppe08
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So gescheit

Da gibt es Kommentare, da kann man sich nur fremdschämen. Diese Leute haben keine Ahnung.
Wo gibt es bis heute einen Corona Cluster basierend auf Volksschulen?
Die, die dafür sind, die Kinder parallel zu Homeoffice zu betreuen sollen es ruhig machen (mal schauen wie lange es funktioniert). Arbeit über 8 Stunden und parallel die Kinder betreuen funktioniert nicht

9956ebjo
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Guiseppe08

Das stimmt so nicht ganz.

Es ist herausfordernd, aber nicht unmöglich.
Das einzige, wo es wirklich anstrengend ist, sind Kinder in der ersten oder zweite Schulstufe, ab der dritten funktioniert es halbwegs.

9956ebjo
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Eine Option wäre

Pflicht auf HomeOffice mit Begründung wenn es nicht möglich ist + Stichpunktkontrollen

erstdenkendannsprechen
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ein recht auf bildung ist kein recht auf schule.

und ich als elternteil fühle mich auch verantwortlich für das recht auf bildung. das kann man nicht "abgeben".

landbauer
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Frechheit !

Eltern tun viel, sehr viel !! Geben nicht, leichtfertig Kinder in die Schulen. Durch diese Forderungen müssen sie sich Zusätzlich erklären , dass ist unfair, unnötiger sozialer Stress ! ( schau bei denen gehen alle Kinder in die Betreuung .!) Frechheit von offizieller Seite , hier Vorwürfe zu machen.

erstdenkendannsprechen
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viele eltern tun sehr viel. keine frage.

viele eltern - zb. in den schulen meiner kinder - nicht.
als elternvertreter haben wir diese diskussionen laufend, und ich kann deshalb sagen: verallgemeinern trifft die wahrheit wirklich nicht.
es gibt eltern, die könnten ihre kinder schon daheim betreuen. viel leichter als andere, die das wirklich tun. aber die haben die einstellung: warum sollte ich - schule ist offen, ich schick meine kinder, vor corona braucht sich keiner fürchten - das ist eine laborpandemie, von den medien hochgeschaukelt - warum sollen wir deswegen nachteile haben.
ja - es gibt genügend kinder, die betreuung brauchen, weil es nicht anders geht.
es gibt einige eltern, denen es leicht fällt ihre kinder daheim zu betreuen.
und es gibt genügend eltern, die (obwohl es sehr, sehr schwierig für sie ist) ihre kinder daheim betreuen.
und dann gibt es genügend eltern - denen es wurst ist.

hel80ingrid
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Genau

Das sehe ich genauso. Wenn Eltern, die ihre Kinder leicht zh betreuen könnten, diese auch zh betreuen würden, würde sich zumindest die Anzahl der Schüler/Kindergartenkindern vor Ort reduzieren. Dies würde auch weniger Kontakte bedeuten, ....
Aber leider interessiert dies die meisten Eltern nicht!
Es herrscht leider noch immer die Meinung vor, dass Kinder keinen bzw. nur geringen Anteil am Infektionsgeschehen haben. Dies wurde auch sehr sehr lange der österr. Bevölkerung, wider aller internationaler Studien, so kommuniziert.

krase100
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Wie wäre es...

wenn man den Eltern wieder Sonderurlaub für die Kinderbetreuung zugestehen würde? Schon mal nachgedacht, liebe Regierung, ob nicht das mit Schuld ist an der jetzigen Situation? Meine Kinder gehen beide in die VS zur Betreuung, anders ist es bei zwei Arbeitgebern in sensibler bzw. kritischer Infrastruktur und unregelmäßigen Diensten einfach nicht möglich.
Das einzig Planbare für mich ist zur Zeit, dass die Kinder, wenn es der Dienstplan nicht zulässt, in die Betreuung geschickt werden. Für diese Möglichkeit sind wir auch dankbar, aber jetzt wieder den Eltern den schwarzen Peter zuschieben zu wollen finde ich in keinster Weise gerechtfertigt!

BarbaraSp
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Leider fühlen sich immer die Falschen angesprochen

Leider fühlem sich immer die Falschen angesprochen, sprich diejenigen, die die Betreuung wirklich benötigen. Es gibt jedoch genug Eltern, die ihre Kinder "grundlos" in die Schule/Kiga schicken.
Meiner Meinung nach sollte es schon eine handfeste Begründung der Eltern geben, wenn das Kind zur Betreuung gegeben wird, damit Mitschüler, Lehrer und deren Familien geschützt werden. Das sollte von den Schulen eingefordert werden dürfen!
Was bringt es denn, wenn erst wieder 15-20 (die anderen 5-10 Kinder sind zu Hause) Kinder in einem viel zu kleinem Klassenraum sitzen, bei dem der Abstand nicht einmal beim Sitzen eingehalten werden kann?