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Schnee in Kärnten und OsttirolSchneefälle lassen bis Mittag nach: 2500 Haushalte ohne Strom

Schneefälle lassen bis Mittwochmittag nach. 25 Schulen in Oberkärnten geschlossen. Großeinsatz für Kärnten-Netz. 2500 Haushalte ohne Strom

Schneemassen fielen in der Nacht in Lienz vom Himmel © LR/ Gottfried Kalser
 

Schnee und Schneeregen führten Mittwochfrüh zu teil massiven Behinderungen auf den Straßen in Kärnten und Osttirol. Laut Progosen der Zentralanstalt für Meterologie und Geodynamik lassen die Niederschläge bis in die Mittagstunden nach. Starken Schnee melden die Wetterbeobachter lediglich aus dem Lesachtal. Von Dienstag 18 Uhr bis Mittwochfrüh haben die Disponenten der Landesalarm- und Warnzentrale in Klagenfurt 166 Feuerwehreinsätze abgearbeitet. Mittwochfrüh standen noch 15 Feuerwehren im Einsatz.

In erster Linie mussten die Einsatzkräfte Verkehrswege von umgestürzten Bäumen freischneiden. Zugespitzt hat sich die Lage bei der Stromversorgung. Die Kärnten-Netz GmbH hat alle verfügbaren Monteure aktiviert. Laut Einsatzwarte waren Mittwochfrüh noch rund 2500 Haushalte ohne Strom.

Probleme gibt es auch in den Städten, vor allem in Villach: In zahlreichen Straßen, etwa der Maria-Gailer-Straße, der Pestalozzistraße oder der 10.-Oktober-Straße, hat der nasse, schwere Schnee Bäume beschädigt und Äste drohen abzubrechen. Aus diesem Grund bleiben heute, Mittwoch,  sämtliche Park- sowie die Friedhofsanlagen in Villach gesperrt. Auch die Dobratschstraße muss mindestens heute wegen gefährlicher Situationen mit Bäumen gesperrt bleiben.

Die Gefahr von Ästen, die unter der Schneelast abbrechen, ist im gesamten Villacher Stadtgebiet gegeben. Die Schneebruchgefahr kann im Laufe des Tages sogar noch steigen, da laut Wettervorhersage Regenfälle möglich sind. Die Stadt appelliert daher: Meiden Sie nicht unbedingt nötige Wege – sowohl zu Fuß als auch mit dem Auto!

Hier der Liveticker von Dienstag zum Nachlesen:

20:00 Uhr: Chaos auf den Straßen

Laut Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) mussten Dienstagabend immer mehr Feuerwehren in Kärnten ausrücken. Auf den schneeglatten Straßen kam es laufend zu Unfällen, immer wieder blieben Autos auch hängen und Bäume stürzten auf Straßen. Von chaotischen Zuständen rund um Villach berichtete etwa die FF Vassach. Dort war unter anderem ein schwerer Lkw hängengeblieben.

Schneefahrbahn am Mittwoch auf der Tauernautobahn (A 10)
Schneefahrbahn am Mittwoch auf der Tauernautobahn (A 10) Foto © LR Stephan Habich

18.54 Uhr: Schneeräumung zu gefährlich

Wie die Gemeinde Irschen via Facebook Dienstagabend informiert, musste die Schneeräumung in einigen höher gelegenen Ortschaften aufgrund der großen Lawinengefahr eingestellt werden.

18:40 Uhr: Weitere Schulen bleiben geschlossen

Wie die Bildungsdirektion Kärnten am Mittwoch bekannt gab, bleiben am Mittwoch noch weitere Schulen in Kärnten geschlossen. Die aktuelle Liste der betroffenen Bildungseinrichtungen finden Sie hier. Auch dort stehe, wenn diese benötigt wird, eine Betreuung zur Verfügung, beteuert Bildungsdirektor Robert Klinglmair.

18:30 Uhr: Baum fiel auf Auto

In Drobollach ist Dienstagabend in Baum auf ein parkendes Auto und auf einen Gartenzaun gefallen. Zum Glück befand sich zu diesem Zeitpunkt niemand im Fahrzeug. Die FF Drobollach stand im Einsatz:

18:00 Uhr: Behinderungen auf den Autobahnen

Die Straßen sind mittlerweile in ganz Kärnten und Osttirol glatt. Auf der Tauernautobahn musste der Wolfsbergtunnel bei Spittal/Drau gesperrt werden. Dort stehen mehrere Fahrzeuge quer. Auf der Pack schneit es, der ÖAMTC mahnt daher Autofahrer auf der Südautobahn zur Vorsicht. Die Einsatzkräfte raten von nicht dringenden Fahrten ab.

17:45 Uhr: Hochwasser und umgestürzte Bäume

In Teilen Unterkärntens haben die neuerlichen Niederschläge für Feuerwehreinsätze gesorgt. In Reifnitz drohte eine Gartenmauer abzurutschen, die Freiwillige Feuerwehr sicherte das Gelände mit Sandsäcken. In diesem Gebiet wurden außerdem mehrere Keller überflutet. Die Kameraden der FF Latschach bei Finkenstein mussten außerdem zu mehreren Einsätzen wegen umgestürzter Bäume ausrücken.

In Reifnitz drohte ein unterspülter Hang abzurutschen
In Reifnitz drohte ein unterspülter Hang abzurutschen Foto © FF Reifnitz

17.00 Uhr: Straßen wieder befahrbar

Obwohl es Dienstagabend wieder zu schneien begonnen hat, entspanne sich die Lage in Osttirol langsam wieder, sagt Bezirkshauptfrau Olga Reisner: "Wir haben heute Erkundungsflüge mit Hubschraubern durchführen können. Es schneit zwar wieder, aber der Schnee ist pulvrig und dadurch nicht schwer." Es seien noch zahlreiche Straßensperren aufrecht, aber schön langsam könne man da oder dort die Verkehrswege wieder öffnen. Hier geht's zur virtuellen Straßenzustandsmeldung mit allen Sperren und Verkehrsbehinderungen, die vom Land Tirol und von der Bezirkshauptmannschaft Lienz permanent aktualisiert wird.

Aktuelles Video aus Kals am Großglockner

16.25 Uhr: Ort von Hangrutsch bedroht

Die heftigen Schnee- und Regenfälle der vergangenen Tage haben das Erdreich aufgeweicht. Oberhalb der Ortschaft Glan bei Feldkirchen droht nun ein Hang abzurutschen. Dort hat ein Einwohner bereits am Montag einen leichten Hangriss wahrgenommen. Am Dienstag riss der Hang weiter, insgesamt etwa 30 Zentimeter, ab. Die Freiwillige Feuerwehr Tschwarzen stand mit sieben Kameraden im Einsatz und sicherte den Hang. Der Landesgeologe ordnete nach Schilderung der Situation derzeit noch keine Evakuierung der darunter liegenden Siedlung an. Die Gemeinde wurde ebenfalls informiert.

16.10 Uhr: Schulen bleiben geschlossen

Wie das Land Kärnten bekannt gab, bleiben auch am Mittwoch mehrere Schulen in Oberkärnten geschlossen. Betroffen sind 13 Schulen sowie die Kindergärten in den von der angespannten Wetterlage betroffenen Gemeinden. Es werde eine Betreuung organisiert. In Osttirol hingegen können die Direktoren individuell entscheiden, ob ihre Schule am Mittwoch geschlossen bleibt. Die Eltern und Schüler werden direkt kontaktiert.

15.50 Uhr: Schnee sorgt für Chaos auf den Straßen

Mittlerweile kommt es auch auf der Südautobahn zu Verkehrsbehinderungen. Die Abfahrt Wernberg musste in Richtung Klagenfurt nach einem Unfall gesperrt werden. Auch mehrere Lkw sind hängengeblieben. Vor allem in Oberkärnten und Osttirol kommt sind nach wie vor zahlreiche Straßen gesperrt, auf vielen Bergstraßen gilt Kettenpflicht. Eine Übersicht über alle aktuellen Verkehrsbehinderungen finden Sie hier.

15.30 Uhr: Wärmeversorgung mit Notstrom

Dank der zahlreichen Helfer und eines Notstromaggregats müssen die Heiligenbluter derzeit nicht in kalten Wohnungen sitzen. Dort ist ein Baum auf den Trafo gefallen. Seit zwei Tagen wird die Anlage daher mit einem Notstromaggregat betrieben, damit alle Kunden mit Wärme versorgt werden können. Die Monteure der Kärnten Netz GmbH sind bereits dabei, den Schaden zu reparieren. "Danke an all unsere Helfer", sagt Franz Aschbacher von der Bioenergie Heiligenblut GmbH.

15.00 Uhr: Lage bleibt angespannt

"Die nächsten 18 Stunden werden noch lang", sagt Markus Lerch, Sicherheits- und Katastrophenreferent der Bezirkshauptmannschaft Spittal/Drau. Vor allem für die Abend- und Nachtstunden werden teils kräftige Schneefälle erwartet, erst Mittwochvormittag sollte sich das Wetter beruhigen. Die Einsatzorganisationen stehen weiter in Alarmbereitschaft. Lerch: "Generell gilt auch am heutigen Dienstag: Bleiben Sie zu Hause. Vermeiden Sie unnötige Fahrten!". Etwa im Oberen Mölltal soll noch einmal ein halber Meter Schnee in den kommenden Stunden dazukommen. In Großkirchheim seien derzeit, so Lerch, von 14 Ortschaften acht nicht erreichbar.

In Heiligenblut bahnt man sich mit riesigen Fräsen eine Spur durch die Schneemassen:

14.25 Uhr: Stromversorgung zum Teil wieder hergestellt

Die Monteure der Kärnten Netz GmbH und der Tiroler Netzbetreibers Tinetz arbeiten mit Hochdruck daran, die Stromversorgung in Osttirol und Oberkärnten wieder überall sicherzustellen. In Kärnten konnte mittlerweile die Hauptstörung im Lesachtal behoben werden, die Stromversorgung wird am Dienstagnachmittag schrittweise wiederhergestellt.

Die Monteure der Kärnten Netz bei den Arbeiten im Lesachtal
Die Monteure der Kärnten Netz bei den Arbeiten im Lesachtal Foto © Gernot Gleisss/Kärnten Netz

Abgesehen davon gibt es nur noch vereinzelt Haushalte, die nicht mit Strom versorgt sind. Auf den folgenden Karten sieht man die aktuellen Stromausfälle am Dienstagnachmittag, Stand 14.15 Uhr:

Aktuelle Stromausfälle in Kärnten (rot markiert)
Aktuelle Stromausfälle in Kärnten (rot markiert) Foto © www.kaerntennetz.at

Stromausfälle in Nord- und Osttirol (rot markiert)
Stromausfälle in Nord- und Osttirol (rot markiert) Foto © www.tinetz.at

12.45 Uhr: Lawinengefahr steigt!

Die Lawinenverbauung nördlich von Tresdorf Foto © APA/FLUGEINSATZSTELLE KLAGENFURT

13.00: Mehrere Höfe von Außenwelt abgeschnitten

Zahlreiche Höfe im Oberen Mölltal sind von der Außenwelt abgeschnitten, allein in Großkirchheim sind es über 70 Gehöfte. Wegen Lawinengefahr kommen Helfer nur langsam voran.

12.30 Uhr: Erkundungsflug der Polizei beendet

Mit dem Polizei-Hubschrauber machte man sich ein Bild von der Lage in Großkirchheim, Mörtschach und Heiligenblut.

Die Polizei war mit ihrem Hubschrauber am Vormittag im Einsatz Foto © Flugpolizei/FEST Klagenfurt

12.00 Uhr: Auch die Polizei ist gerüstet

Für weitere Schneefälle gerüstet....❄️❄️🚓 ...sind der Leiter der Alpinen Einsatzgruppe Spittal/Drau Horst W. und der ...

Gepostet von Polizei Kärnten am Dienstag, 8. Dezember 2020

11.30 Uhr: Soforthilfe für Betroffene

Das Land Tirol hat ein Soforthilfe-Paket geschnürt. Osttiroler, die wegen des Unwetters Schäden zu verbuchen haben, werden rasch und unbürokratisch unterstützt.

Lawinenabgang in Hopfgarten in Defereggen am Sonntag Foto © BRUNNER IMAGES/PHILIPP BRUNNER

11.15 Uhr: Straße ins Lesachtal für Notfälle befahrbar

Im Lesachtal beginnt es langsam zu schneien. Es gibt auch schon
wieder einen Stromausfall in Liesing. Die Straße ins Lesachtal ist für Notfälle befahrbar. Auch die Wege zu den Seitenortschaften werden gerade mit zwei Schneefräsen, die Landesrat Martin Gruber ins Lesachtal geschickt hat, geräumt. Somit ist für Notfälle fast jeder Haushalt im Tal erreichbar.

Im Lesachtal beginnt es zu schneien Foto © Guggenberger

11.00 Uhr: Sichtungsflüge durchgeführt

Der Polizei-Hubschrauber unternahm am Vormittag einen Sichtungsflug im Mölltal, die Einsatzmaschine der BMI Flugpolizei FESt Klagenfurt absolvierte einen Erkundungs- und Lagebeurteilungsflug in Heiligenblut. Die Bereiche Großkirchheim, Mörtschach und Heiligenblut wurden zur weiteren Beurteilung abgeflogen. Alouette III musste auf dem Weg ins Lesachtal aufgrund der schlechten Wetterlage umkehren.

10.30 Uhr: Familie musste ihr Haus verlassen

Familie Istenig musste nach den Niederschlägen wieder ihr Haus verlassen Foto © Pleschberger

Der Hof von Familie Istenig in Flattach wurde im Vorjahr von einem Erdrutsch verwüstet - und mühsam instandgesetzt. Jetzt musste sie ihr Haus erneut verlassen.

10.10 Uhr: Lawinenstufe 4 in Osttirol

In Osttirol herrschte am Dienstag weiter große Lawinengefahr der Stufe vier auf der fünfstufigen Gefahrenskala. Aufgrund der gegebenen Gefahr wurde zu "großer Zurückhaltung" im alpinen Gelände aufgefordert. Obwohl ergiebige Neuschneemengen von gebietsweise bis zu 50 Zentimeter prognostiziert waren, werde die Lawinengefahr am Mittwoch allmählich abnehmen, hieß es im Lawinenreport.

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9.55 Uhr: Es beginnt zu schneien!

In Villach schneit es bereits. Gerhard Hohenwarter, ZAMG-Meteorologe rechnet mit einsetzendem Schneefall im ganzen Land, nur im Lavanttal dürfte es regnen. In Villach sind bis zu 30 Zentimeter Neuschnee möglich, auch Klagenfurt wird weiß. Der Schwerpunkt des Niederschlags liegt weiterhin in Oberkärnten.

9.30 Uhr: Aufräumarbeiten im Gang

Laut Landesalarm- und Warnzentrale sind aktuell vereinzelt Feuerwehren mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Die Feuerwehr Lienz am Montag beim Abpumpen von Regenwasser aus den Feldern Foto © Brunner Images

9.15 Uhr: Hilfe für Oberkärnten

Geräte und Mannschaften der Straßenbauämter aus Unterkärnten werden zur Bewältigung der Schneemassen nach Oberkärnten geschickt. Landesrat Martin Gruber sagt als Straßenbaureferent Unterstützung zu.

9.00 Uhr: Lesachtal komplett abgeschnitten

Durch die Schneefälle gibt es derzeit weder von Kärntner noch von Osttiroler Seite ein Durchdringen ins Lesachtal, meldet die Antenne Kärnten. Wie lange die Lage noch so bleibt, ist derzeit nicht abschätzbar.

8.30 Uhr: Heute Erkundungsflüge geplant

Sollten es die Witterungsverhältnisse zulassen, wird es heute wieder Erkundungsflüge geben. Vom Hubschrauberstützpunkt Klagenfurt aus steht vom Bundesheer eine Alouette III bereit und ein Black Hawk-Hubschrauber, zusätzlich sind auch die zwei Hubschrauber des Innenministeriums startklar.

Polizeihubschrauber in Flattach Foto © Pleschberger

7.45 Uhr: Von Außenwelt abgeschnitten

Mehrere Gehöfte in Oberkärnten, sowie Bereiche in Osttirol sind weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten. Rund 100 Personen in Prägraten mussten evakuiert werden.

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Videos vom Montag

Murenabgänge in Flattach: Furcht vor weiteren Regenfällen
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Kommentare (15)
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scaramango
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Viel Glück allen Betroffenen!

Sie sind zumindest seit Jahrzehnten auf solche Ereignisse vorbereitet und "jammern nicht", wenn sie mal ein/zwei Wochen nicht aus dem Ort kommen und "shoppen" können - wie heuer tausende "Covid-Betroffene", die gleich sterben ohne "sale".... !

onyx
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Alle Jahre wieder

Mein Eindruck ist dass alle Jahre immer die gleichen (winzigen bis kleinen) Gegenden von Muren, Hochwasser, Schnefall etc. betroffen sind.
Das stellt sich schon die Frage warum derart sensible Regionen überhaupt besiedelt werden. Zumal die Erschaffung einer Infrastruktur mit Strom, Wasser oder Zufahrtsstraßen sehr aufwendig ist.

checker43
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Sie

meinen große Bereiche von Vorarlberg, Tirol, Kärnten und die Steiermark mit den kleinen Gegenden?

onyx
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@checker43

Ich beziehe mich auf Kärnten. Hier wurde in den letzten Jahrzehnten zum Teil auf geologisch sensiblen Gebiet gebaut ("gelben Zonen"), die Gefahr durch Lawinen, Muren, Überschwemmungen etc. war bekannt.

cathesianus
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So schwachsinnig

kann wohl nur Stadt- oder zumindest Ballungsraum-Bewohner argumentieren!
Als Erholungsraum zum Wandern, Schifahren, usw. sind euch dann die ach so kostspieligen ländlichen Gebiete wieder recht!

onyx
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@cathesianus

Nein.

Ein Dorf mit +/- 10 Häusern ist meines Wissens nach nicht zwangsläufig Ausgangspunkt für Freizeitaktivitäten wie Wandern, Schifahren udgl.

Zur Klarstellung: Mein Kritikpunkt im ersten Kommentar bezog sich primär auf die zum Teil extreme Zersiedelung im Land und, dass gebaut wird ohne Rücksicht auf lokale geologische Gegebenheiten.

nussrebell
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Viele der betroffenen Höfe...

... stehen dort seit mehreren Hundert Jahren, erst seit dem Aufgehen des Permafrostes kommt es hier vermehrt zu Muren und Erdrutschen. Die nicht zurückgebauten Forstwege tragen auch ihr Scherflein bei, aber das darf man nicht laut sagen. 🤫 Und natürlich wurden in den letzten Jahren Baugründe, die sich ursprünglich in der "Roten Zone" befanden, umgewidmet. Ein Schelm, der Böses dabei denkt... Was die angesprochene Besiedelung betrifft: alle Bergdörfer umsiedeln ist wohl auch kein sinnvolles Unterfangen. 🤷‍♀️

Horstreinhard
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Die Höfe stehen nicht im Bereich des Permafrostes

😇

onyx
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Standortwahl

Ich bin mir sicher die Mehrheit der betroffenen Häuser steht nicht seit mehreren hundert Jahren dort, da es sich zumeist um Einfamilienhäuser handelt, die irgendwann in den letzten Jahrzehnten gebaut worden sind.

Für die Bauernhöfe war bei der Standortwahl wohl die Verfügbarkeit von Wiesen und Almen ausschlaggebend, bei den "normalen"Häusern erschließt sich die Standortwahl für mich hingegen nicht.

Landbomeranze
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Das soll es ja geben, dass

die Bewohner der abgelegenen Höfe zeitweise auch Kinder hatten und das gar nicht so wenige. Die haben dann in der Nähe oder in nahegelegnen Siedlungsräumen gebaut. Dadurch wurden auch diese Siedlungsräume größer. Aber auch das mit der Besiedlung durch Ortsfremde mag stimmen. Zu meiner Kindheit gab es in St. Oswald den Schneeweiß als Gasthof, vier Bauernhöfe (Bodner, Marx, Eder, Kapeller und Zwatz im Zentrum um die Kirche, sowie Richtung Schmiede weitere vier Bauernhöfe. Heute stehen dort einige Hotels und ein ganzes Dorf mit Appartements im Bereich der Nationalparkbahn und ein Dorf im Bereich der Nockalmbahn, also weit weit mehr als hundert Häuser.

nussrebell
2
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"Viele der...

... BETROFFENEN HÖFE"... 🙄

nussrebell
2
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"Viele der...

... BETROFFENEN HöFE"... 🙄

anonymus21
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Muren, Hochwasser (im Winter!)

Sind in den letzten Jahren vermehrt aufgetreten. Mit ein paar Metern Schnee wusste man in den Gegenden schon lange umzugehen. Das Problem dürfte wohl in den heutzutage höheren Temperaturen liegen.
Die Besiedlung in den letzten Jahrzehnten war mitunter aber sicherlich nicht immer schlau, da waren unsre Urgroßeltern wohl tatsächlich vorsichtiger.

fred4711
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ich vermute,

dass die meisten betroffenen Gebäude schon seit vielen Jahren dort stehen....ev. auch ehemalige (oder immer noch) Bauernhäuser.....warum man die dort gebaut hat.....keine Ahnung.
Was ich mich jedes Jahr wieder frage ist, warum man die Stromleitungen nicht im Erdkabel verlegt......sicher recht teuer, aber jedes Jahr wieder zig Monteure bei Schnee, Kälte und Wind auf den Masten herumturnen zu lassen, kostet ja auch eine Menge......nebenbei wäre der regelmäßige Stromausfall dann erledigt.
vor den betroffenen Gebäuden eine Schutzmauer zu bauen, wäre auch nicht schlecht, ebenso die bekannten Schneefanggitter am Berg dort anzubringen....ebenso im Bereich der Strassen dort...auch nicht billig, aber wir haben an anderen , nicht ganz so wichtigen Stellen, genug Geld

ingvier1977
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Fred4711,

Warst du eigentlich schonmal in dieser bzw. so einer Gegend? Anscheinend nicht, weil sonst würdest du nicht so einen Blödsinn daher schreiben. Wenn du das Lesachtal einmal besucht hattest, dann würdest du auch wissen, das dies mit einem Erdkabel nie und nimmer klappen kann.
Ach ja und alte Häuser, diese stehen schon mehrere hundert Jahre, was willst da noch groß machen?
Und diejenigen die noch Bauen sind einfach Heimatverbunden im Gegensatz anderen die am Land wohnen.
Dort halten wenigstens noch Alle zusammen