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Bauern in QuarantäneNach dem Almabtrieb im Gailtal galoppiert jetzt auch der Amtsschimmel

© (c) Kleine Zeitung
 

Auf der Alm, da gibt’s koa Sünd. Denkste! Selbst auf die geflügeltsten Sprichwörter ist im Corona-Jahr kein Verlass mehr. Beim Almabtrieb haben sie sich versündigt, die Gailtaler. Jessas, Maria! Oder was soll man dazu sagen? Die Kühe und Kälber sind gesund im Tal. Die Begleiter aber haben das danach zu ausgiebig – und ohne Babyelefant – gefeiert. Die Strafe Gottes folgte stante pede. Es hat sie ordentlich erwischt. Gleich 13 sind positiv auf das Coronavirus getestet, 150 Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt worden. Sie alle werden getestet bzw. warten auf ihre Ergebnisse.

Kommentare (7)

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calcit
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Da schei... sich eine ganze Gruppe um Massnahmen und produziert...

...einen Cluster und die Kleine haut die Beamten hin. Jetzt reichts langsam mit dieser Zeitung - ich meld mich jetzt ab und lösche due App...

GordonKelz
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Kritisiere immer wieder....

...es bessert sich nichts .Jetzt in Coronazeiten versuchen Sie einen Redakteur zu erreichen, vergeblich. Kurzarbeit, Home -
office, Urlaub. Es ist einfach keiner da .Das Onlineforum ändert sich oft tagelang nicht, werden wohl von Bund und Land noch unterstützt, aber Leute einstellen kommt wohl nicht in den Sinn, wurschteln wir so weiter, die Abonnenten zahlen den vollen Preis weiter, die Redakteure schuften bei Dienst nach Vorschrift , die haben wohl keine Lust bei der vielen Arbeit sich noch auf ein Gespräch mit der Leserschaft einzulassen, die Kasse für die Aktionäre muss stimmen...
Gordon Kelz

christakind71
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Amtsschimmel die Zweite ...

Auch so etwas ähnliches erlebt: als Kontaktperson 1. Grades mit negativem Test war es mir untersagt, mein mit mir im gleichen Haushalt wohnendes Kind im Auto mit MNS (beide) und das Kind schräg hinter mir auf der Rückbank (Babyelefant) sitzend zum Training zu führen (natürlich OHNE dass ich dort aussteigen würde). OK, ich habe das zur Kenntnis genommen - ich darf halt einfach mein Grundstück nicht verlassen - aber die Begründung war Spitze: ich könnte ja einen Unfall haben, bei dem ich dann aussteigen müsste - das fand ich derartig lachhaft zumal jeden Tag zig Personen im Auto zu den Corona-Teststationen geschickt werden, bei denen nicht einmal noch bekannt ist, ob sie nun positiv sind oder nicht...
Daher kann ich die Unmut der Landwirte (m/f) sehr wohl verstehen - wer nicht durchs ganze Dorf spazieren muss, um seinen Stall zu erreichen (normalerweise unwahrscheinlich), der sollte bitte auch zu seinem Stall dürfen - es geht ja auch um die Tiere...

Amadeus005
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Klingt nach Amtsschimmel

Kommt aber von der Kreativität des Volkes. Weil Hausverstand nicht vorhanden ist. Mit Hausverstand hätten wir keine Privatclubs in Wien gehabt.
Die Bauernschläue führt leider zu schnell dazu, dass Stallungen gleich wieder die Alm inkludiert. Da braucht jetzt halt 10 Juristen mit Lebenserfahrung am Land.

crawler
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Man könnte

glauben, dass die betroffenen Bauern wissen was sie zu tun haben. Zum Stall zu gehen (oder zu fahren) sollte doch kein Problem sein und wie man die Polizisten im Gailtal kennt, denken die auch logisch. Ausser, sie bekommen von zuständigen Behörden einen Auftrag besonders die Ställe zu überwachen. Jeder wird froh sein, wenn er die ganze Sache gut übersteht. Ausserdem wird ja beim Feiern wie üblich genug Gegengift geflossen sein.

LaPantera69
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Im Allgemeinen ist Beamtenschaft das Bottleneck im System, nicht nur, wie hier, in Bezug auf Corona. Deren Auslegung der Gesetze und Verordnungen erinnert oft an Willkür.
Es wäre an der Zeit, wenn gewisse Herrschaften vom hohen Ross herabsteigen würden und sich ihrer eigentlichen Aufgabe zu widmen. Bürgerservice ist in anderen Ländern ganz groß geschrieben, nur nicht hier in Österreich, wo ein großteil der Beamten sich dazu verschrieben hat, einem Prügel in den Weg zu schmeissen, statt zu unterstützen...

gorisoft
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Gesetz

Wenn man so wie der Bezirkshauptmann von Hermagor, wegen flexibler Handhabung der Wahlordnung verurteilt wurde, hält man sich genau an die Verordnungen und Gesetze. Ausnahmen sollten da auch angeführt sein, ansonsten steht er wieder vor dem Gericht. Vorschrift ist Vorschrift, Gesetz ist einzuhalten. Vielleicht sollten manche bei ihren Kommentaren daran denken, wie sie in der gleichen Situation gehandelt hätten.