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Relativ mehr Tote als in WienBericht bestätigt verheerende Drogensituation in Kärnten

Jüngster Bericht des Gesundheitsministeriums zur Drogensituation: Bezogen auf die Einwohnerzahl gab es 2018 in keinem Bundesland mehr Drogentote als in Kärnten. 24 Menschen sind in diesem Jahr gestorben.

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Heroin bzw. Morphin sowie Psychopharmaka führten 2018 bei 72 sowie 78 Menschen zu deren Drogentod
Heroin bzw. Morphin sowie Psychopharmaka führten 2018 bei 72 sowie 78 Menschen zu deren Drogentod © monticellllo - stock.adobe.com,fotolia
 

Kärnten hat ein massives Drogenproblem. Die verheerende und seit Jahren schlechter werdende Entwicklung im Bereich illegaler Suchtmittel bestätigt jetzt auch das Gesundheitsministerium. Relativ unbeachtet von der Öffentlichkeit hat dieses im Dezember seinen alljährlichen „Bericht zur Drogensituation“ veröffentlicht. Ausgewertet wurden dafür die Daten aus dem Jahr 2018.

Kommentare (6)

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onyx
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Unausgewogen

Ich muss eingestehen für Drogentote kaum Mitgefühl aufbringen zu können. Es sollte doch klar sein, dass diese illegalen Substanzen schädlich bis tödlich sein können.

Auch die derzeitige Berichterstattung, in der jeder einzelne Drogentote besondere mediale Beachtung erfährt, missfällt mir sehr. In Österreich sterben über 1000 Menschen durch Suizid (also deutlich mehr als durch Drogen), berichtet wird jedoch allenfalls in homöopathischen Dosen.

Es werden Priorität und so viel Geld in Drogenberatung und Suchtmittelbekämpfung gesteckt -Drogenberatungsstellen schießen wie die Schwammerln aus den Boden - während es für suizidale/psychisch kranke/einsame Menschen vergleichsweise wenig adäquates Angebot gibt.

Hier wäre v.a. die Politik gefragt ausgewogene Verhältnisse herzustellen.

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Kormoran
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Klar

ist grad in der Jugend so vieles nicht. Hab selber zum Glück immer die Finger davon gelassen, aber zu meiner Zeit war das irgendwie alles noch nicht so verbreitet. Oft sterben junge Menschen um die 20 dran die eigentlich gar nicht in der Suchtszene sind, problematisch ist der Mischkonsum von Alkohol und Benzos, Extasy usw. Party, Stimmung gut, jemand hat was dabei, "nein ist ganz harmlos, probier mal...", die eigene Reflexionsfähigkeit schon vom Alk eingeschränkt und Bäng! - fertig ist der Cocktail mit tödlicher Gehirnschwellung als Folge. Der klassische Heroin Fixer stirbt kaum so jung...
Das Thema poloarisiert, finde die Berichterstattung jedoch auch in völligem Maße überzogen. Ihre Aussage zur Drogenberatung und Suchtmittelbekämpfung stimmt jedoch bei weitem nicht, machen Sie sich mal schlau wie die Versorgung da tatsächlich ist, informieren Sie sich mal zB. bei der AVS - Roots...

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ModellR2d2
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Die Anzahl der Drogentoten

ist aber nur die Spitze des Eisbergs eines vielschichtigen und weitreichenden sozialen Problems in unserer Gesellschaft und vor allem auch eine spezielle Gefahr für unsere Jugend. Deswegen sind mediale Berichterstattungen zur Thematisierung und Aufklärung hier einfach notwenig.
Mit den Opfern kaum Mitgefühl aufzubringen, bedeutet dann aber auch - es ist egal, welche Umstände und Gründe Menschen in das Suchtgift-Milieu führen. Verwunderlich, wie Menschen nur an der Ursache, an der sie scheitern, vorverurteilt werden.

Dass die Politik u. Medien andere Themen wie Suizid/ Psychische Krankheiten / einsame Menschen nicht so medial wirksam beachten, mag daran liegen, dass im Vergleich zu den illegalen Drogen dieser Problembereich überwiegend in den privaten Bereichen sich abspielt. So bedauerlich Selbstmord / Einsamkeit / Psych, Krankheiten sind, es sind Schicksale, wo es allein die Pietät verlangt, diese nicht wie Drogenmissbrauch medial zu behandeln. Hier Ausgewogenheit zu verlangen ist ein völlig falscher Ansatz.

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onyx
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Danke für Ihren Kommentar!

Wenn ich Sie richtig verstanden habe empfinden Sie das Drogenthema wichtiger, weil es mehr in der Öffentlichkeit stattfindet (=mehr darüber berichtet wird)?

Persönlich bin ich sehr für Ausgewogenheit. Das möchte ich gerne noch kurz aufgreifen. Denn wenn das Thema Psychische Erkrankungen/Einsamkeit die gleiche Präsenz erfahren würde, gäbe es für die öffentliche Hand möglicherweise mehr Anreize die Selbstbehalte für Psychotherapiestunden zu reduzieren bzw Anzahl an Kassenplätzen zu erhöhen, damit niemand von diesem Heilverfahren ausgeschlossen ist.
Die derzeitige Situation ist wenig zufriedenstellend.

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GordonKelz
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AUCH DIES....

...sage ich der KLZ seit Jahren ohne Erfolg!
Gordon Kelz

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GordonKelz
1
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IST EIN ERFOLG....

...war nur ein statistischer Ausreißer...
Da fällt mir nichts dazu ein.
Gordon

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