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AufweckerPolitischer Kleinmut und privatwirtschaftliche Interessen haben dauerhaftes Kunstprojekt verhindert

 

For Forest ist Geschichte, für den Wald im Stadion wurden die Lichter abgedreht. Nicht nur für die temporäre Kunstinstallation, die doch 200.000 Besucher angezogen hat. Dem 299 Bäume und Tausende Sträucher starken Mischwald wurde als Gesamtkunstwerk das Licht abgedreht. Der Wald wird zerstückelt und soll großteils nach Niederösterreich verfrachtet werden. So hat es der „For Forest“-Mitfinanzier und alleinige Eigentümer des Waldes, Immobilien-Unternehmer Herbert Waldner, entschieden. Eine bedauerliche Entscheidung!

Die charmanteste Idee für die Nachnutzung hatte Sportpark-Geschäftsführer Gert Unterköfler. Er wollte den Wald vor das Stadion pflanzen. Platz wäre genug vorhanden, Klagenfurt hätte ein dauerhaftes Kunst- und Naturprojekt bekommen. Politischer Kleinmut und privatwirtschaftliche Interessen des Wald-Eigentümers haben dies verhindert.
For Forest war ein Erfolg, weil Klaus Littmann damit ein Projekt umgesetzt hat, das ihm 30 Jahre lang als Idee vorgeschwebt war, seit er die Zeichnung von Max Peintner gesehen hatte. Dass der Wald nicht in der Gesamtheit erhalten und in der Nähe seines Schauplatzes bleibt, sondern in die Ferne transportiert wird, zerstört den Nachhaltigkeitsanspruch von „For Forest“. Ein unrühmliches Ende!

Kommentare (1)
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joe1406
2
5
Lesenswert?

Ein gerechtes Ende!

Wüsste jetzt nicht was an der Idee des Sportpark Geschäftsführers charmant ist. Wenn sich sogar einmal die Stadtverantwortlichen gegen eine unsinnige Idee aussprechen, sagt das sehr viel. Verstehe schon, dass die Kleine Zeitung - aus welchen Gründen auch immer - bei "For Forest" nicht objektiv sein kann. Wünsche den Bäumen in Niederösterreich ein langes Leben!