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SalzburgSchwarz als zuständiger Bischof nicht bei Pastoralkonferenz

Obwohl er zuständiger Referatsbischof ist, sagte Alois Schwarz Teilnahme an österreichweiter Konferenz in Salzburg ab. Bevorstehende apostolische Visitation des Salzburger Erzbischofs Lackner in Kärnten als Grund.

Referatsbischof für Pastoral, Alois Schwarz
Referatsbischof für Pastoral, Alois Schwarz © APA/Helmut Fohringer
 

Derzeit gibt es keine österreichweite kirchliche Veranstaltung, in der nicht die Vorkommnisse in der Katholischen Kirche Kärnten aus der Ära von Bischof Alois Schwarz, der im Sommer nach St. Pölten wechselte, Thema ist. So auch am Mittwoch zum Auftakt der alljährlich zu Jahresbeginn in Salzburg stattfindende Pastoraltagung für die Leiter und Stellvertreter der Seelsorgeämter sowie in der Pastoral tätige Laien wie Priester der Diözesen.

Im Gegensatz zu all den Jahren davor nahm Mittwoch aber nicht Alois Schwarz als zuständiger Referatsbischof für Pastoral die Eröffnung vor. Auch sein für Donnerstag festgesetzt gewesenes Referat musste kurzfristig von der Tagesordnung genommen werden. Katharina Brandner, Sprecherin von Bischof Schwarz, begründete auf Anfrage der Kleinen Zeitung die Nicht-Teilnahme von Schwarz "mit der beginnenden päpstlichen Visitation" durch den Salzburger Erzbischof Franz Lackner in Kärnten und mit "Terminen als Bischof von St. Pölten". Dem Auditorium in Salzburg richtete Schwarz aus: "Als Referatsbischof für Pastorales und als Pastoraltheologe wünsche ich aus ganzem Herzen der Tagung bestes Gelingen mit Blick auf die brennenden Fragen der Seelsorge in der heutigen Zeit. Ich danke allen für ihren unermüdlichen Einsatz für unsere Kirche vor Ort und bei den Menschen."

Hintergrund für die Nicht-Teilnahme von Schwarz an der Tagung sei auch, dass Lackner "in aller Freiheit und unbefangen in Kärnten arbeiten kann", wie es aus St. Pölten heißt. Lackner ist von Rom als apostolischer Visitator für die Kärntner Diözese ernannt und will kommende Woche die Visitation beginnen. In Salzburg hätte es ein Aufeinandertreffen von Lackner und Schwarz gegeben. Und in der Folge wohl Spekulationen über Unterredungen wegen der Visitation. Schwarz und Lackner wird ein freundschaftliches Verhältnis nachgesagt. Lackner musste deshalb bereits Kritik hören, er sei als Visitator befangen.

Kommentare (3)

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reschal
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Mögliche Unterredung vor der Visitation

Als ob die beiden Bischöfe nicht anderweitig Kontakt haben könnten. Das Telefon ist bereits erfunden. Ist ja lächerlich. Strafrechtlich wird sicher nichts herauskommen. Kirchenrechtliche Verfehlungen möglicherweise. Das Problem ist meines Erachtens seine Art der moralischen Amtsführung. Wie er mit anderen umzugehen pflegt. Da passt einiges nicht für einen Bischof.

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CuiBono
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@reschal

"Strafrechtlich wird sicher nichts herauskommen".

ICH bin mir da nicht so sicher.
Da geht's um jede Menge Pekuniäres und da hört sich wohl auch die katholische Nächstenliebe auf.

Außerdem sollte bewußt sein, wenn schon ausmisten, dann ordentlich. Den Zipfel da und dort ein wenig zu lüften und woanders den Deckel draufzuhalten spielt's schon lange nicht mehr.

Außer - man will noch mehr Schäflein versprengen.

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joschi41
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Schlimme Folgen

Den Bedeutungsschwund der r.k.Kirche kann man daran ermessen, dass es kaum noch jemanden juckt, was die Bischöfe bei Konferenzen und Tagungen von sich geben, geschweige interessiert, wer daran teilnimmt oder auch nicht teilnimmt. Von den einst wichtigen Beratungen bei den Herbst- und Frühjahrstagungen der Bischofskonferenz unter EB. Dr. König ist nichts mehr geblieben.

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