Am 28. Dezember 1958 titelte die Kleine Zeitung: „Kärntner Amerika-Urlauber im abgestürzten Flugzeug.“ Der damals 27-jährige Roman Greiler saß am Heiligen Abend als einer von 28 Passagieren in einer Air-France-Maschine, die von München kommend beim Landeanflug in Wien abstürzte. Glück im Unglück: Es überlebten alle Passagiere und die sechs Besatzungsmitglieder. „Der Weihnachtsengel stieß für mich und alle anderen im Flieger die Türe auf. Es war ein Wunder“, blickt heute der mittlerweile 87-jährige Roman Greiler in seinem Holzhäuschen in Sirnitz zurück. Mit seiner siebenjährigen Enkelin Edda blättert der Seniorchef der Greiler-Säge in Sirnitz im Fotoalbum. Es gibt nur wenige Bilder, die diesen dramatischen Flugzeugabsturz dokumentieren. In Greilers Rückblick ist der Crash aber für immer gespeichert: „So, als wäre es gerade erst passiert“, erzählt Greiler, der 1951 als 20-Jähriger nach Kanada ausgewandert war.