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Beleidigender KommentarGaston Glock klagte Politikerin: Einigung scheiterte an 1000 Euro

Waffenproduzent wurde von einem anonymen User auf der Facebook-Seite von Irene Hochstetter-Lackner (SPÖ) beleidigt. Obwohl sich Streitparteien inhaltlich einig waren, scheiterte Vergleich an der Kostenaufteilung.

Irene Hochstetter-Lackner wurde von Gaston Glock geklagt © KLZ/Weichselbraun
 

"Ich komme mir vor, wie in Tarvis auf dem Markt.“ Fast eine Stunde hat Richter Michael Müller am Mittwoch versucht, eine Einigung zwischen zwei Streitparteien herbeizuführen – vergeblich. Der Vergleich scheiterte an etwa 1000 Euro. Das verwundert angesichts der durchaus finanzstärkereien Parteien: Waffenproduzent Gaston Glock und Nationalratsabgeordnete Irene Hochstetter-Lackner (SPÖ).

Glock hatte Hochstetter-Lackner geklagt, weil er auf der Facebook-Seite der Politikerin beleidigt worden war. Ein anonymer User hatte dort gepostet: „Der alte Bastard Glock verdient Milliarden damit.“ Folge: Hochstetter-Lackner hatte nach Ansicht Glocks den Kommentar nicht rasch genug gelöscht.

"Pädagogische Wirkung"

Inhaltlich waren sich die Streitparteien am Landesgericht Klagenfurt bereits einig: Hochstetter-Lackner sollte – vereinfacht dargestellt – verhindern, dass ein solcher Kommentar auf ihrer Facebook-Seite erscheint. Als es zur Kostenaufteilung ging, eskalierte die Situation: Anwältin Birgit Lajtai-Nagl, informierte Vertreterin des Klägers Gaston Glock, und Christian Puswald, Rechtsvertreter von Hochstetter-Lackner, lieferten sich heftige Wortgefechte. „Wir lehnen jeden Kostenersatz ab“, sagte Puswald. Eine Spende (maximal 1000 Euro) an eine karitative Organisation konnte sich seine Mandantin vorstellen. Lajtai-Nagl fordert eine „pädagogische Wirkung“ und in etwa 2000 Euro als Spende.

Der Vergleich scheiterte, es wird verhandelt. Eigentlich nur um am Ende zu wissen, wer wie viel bezahlt. Fest steht schon jetzt: Egal, wer verliert und bezahlen muss, es wird deutlich teurer als bisher.

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