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UlrichsbergRätselhafter Vorfall bei Gedenkstätte beschäftigt Verfassungsschutz

Vier Personen aus der rechten Szene wollten die Gedenkstätte verschönern. Grundeigentümer Tilo Berlin rief die Polizei.

Ulrichsbergtreffen 2012
© Eggenberger
 

Ein Mann, drei Frauen, der Ulrichsberg und ein Hang zur rechten Szene. Das sind die Eckpunkte eines eher ungewöhnlichen Polizeieinsatzes am Montagabend in der Gemeinde Maria Saal. Die Polizei gerufen hat kein geringerer als Ex-Hypo-Chef und Grundeigentümer Tilo Berlin. Nach einer kurzen Flucht mit einem Quad konnte der Haupttäter ausgeforscht werden.

Vermutet wurde im ersten Moment eine Sachbeschädigung. Im Laufe des gestrigen Vormittages konnte die unübersichtliche Lage von den Beamten geklärt werden. „Die Personen wollten die Gedenkstätte auf eigene Faust restaurieren. Der Eigentümer hat davon nichts gewusst und deshalb die Polizei gerufen. Weil der Ulrichsberg immer ein sensibles Thema ist, hat es einen größeren Polizeieinsatz gegeben“, so Helmuth Mayer, Leiter Landesamtes für Verfassungsschutz.

Tatsächlich beschädigt wurde am Ende nur ein Schloss. Der Schaden wurde bereits beglichen. Die Gedenkstätte an sich sei von den „Tätern“ gründlich gesäubert worden, Schriftzüge wurden von den „Handwerkern“ nachgearbeitet. Für das Gedenkjahr 2018 sollte alles sauber hergerichtet werden. Die vier Personen sind für diesen selbsterteilten Auftrag extra aus Deutschland angereist. Der Verfassungsschutz hat die Personalien geprüft. „Der Mann kann dem rechten Lager zugeordnet werden. Er war auch schon des Öfteren beim Ulrichsbergtreffen zu Gast. Der Mann ist aber unbekannt und kein Aktivist in der Neo-Nazi-Szene“, sagt Mayer über den 40-Jährigen. Der Fall sei damit auch erledigt.

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