KärntenLeichterer Zugang zur Wohnbauförderung

Die Einkommensgrenze für Ehepaare mit Kind wurde auf 61.000 Euro angehoben. Gefördert werden auch die regionale Wirtschaft und der Schutz der Natur.

Mit der neuen Förderung soll die Wohnbautätigkeit im Land angeregt werden
Mit der neuen Förderung soll die Wohnbautätigkeit im Land angeregt werden © KK
 

"Mit der neuen Wohnbauförderung fördern wir nicht nur den Wohnungseigentümer, Häuslbauer oder Mieter, sondern auch die regionale Wirtschaft und den Schutz der Natur", betonte Wohnbaureferentin Gaby Schaunig (SPÖ) nach der Regierungssitzung am Dienstag. In deren Rahmen waren die Richtlinien für die neuen Fördermaßnahmen beschlossen worden.

Die Einkommensgrenze für einen Ein-Personen-Haushalt wurde auf 38.000, für ein Elternpaar mit Kind auf 61.000 Euro angehoben. Mit der Anhebung der Einkommensgrenzen und niedrigeren Zinssätzen für die Darlehen erhalten mehr Mieter und Häuslbauer den Zugang zu Förderungen. Eine weitere Neuerung: planbare Mieten, also eine gleichmäßige Mietentwicklung statt hoher Annuitätensprünge. Eine Erleichterung wird es auch durch die Erstellung der Richtlinie zum Eigenmittelersatzkredit geben, die gewährleisten soll, dass Wohnen und Bauen auch für Menschen in finanziell schwierigen Zeiten keine Existenzfrage wird.

Mit dem Abbau überbordender Bürokratie und Anforderungen bei Antragstellung werden die Voraussetzungen geschaffen, dass die Förderungen auch in Anspruch genommen werden. So reicht, mit Inkrafttreten des neuen Gesetzes am 1. Jänner nächsten Jahres, die Baubewilligung zum Erhalt der Förderung aus. "Uns war es wichtig, einerseits den Weg zur Unterstützung einfacher zu gestalten und andererseits mehr Wahlmöglichkeiten zu eröffnen, wie die Wahl zwischen einmaligem Direktzuschuss oder Annuitätenzuschuss, was in seinem Lebensabschnitt für ihn besser ist", sagt der grüne Landesrat Rolf Holub zum Thema maßgeschneiderte Förderungen.

"Wohnbedürfnisse sind heute so vielfältig wie die Menschen selbst. Dem tragen wir mit diesem neuen, modernen Gesetz, das Mieter und Häuslbauer individuell unterstützt, Rechnung", erläutert Schaunig die Vorteile der Richtlinien: Barrierefreie Bauweisen sollen für den Hausbau und die Sanierung einen Anreiz darstellen und kein Hindernis. Dementsprechend weisen die Richtlinien zum neuen Wohnbauförderungsgesetz eine Wohn- und Bauzukunft der sozialen Gerechtigkeit und ökologischen Nachhaltigkeit auf.

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