Mit Hilfe wissenschaftlicher Matching-Methoden optimale Betreuungskräfte für Pflegebedürftige zu finden - das ist das Ziel des Start-Ups "Harmony & Care". Gegen 700 Bewerber hat sich das junge Unternehmen durchsetzen können. Am Dienstag waren Mitgründer Herwig Neumann und Geschäftsführerin Anja Silberbauer bei der Puls 4 Show "2 Minuten 2 Millionen" im TV zu sehen.
Genau zwei Minuten hatten Neumann und Silberbauer Zeit, um zumindest einen potenziellen Investor von ihrem Geschäftsmodell zu überzeugen. Dutzende Kärntner saßen am Dienstag vor ihren Fernsehgeräten und fieberten mit. Im Klagenfurter "Magdas Lokal" wurde zur Public Viewing-Veranstaltung geladen. Unter den Zuschauern waren selbstverständlich auch Neumann und Silberbauer. "Das Lokal war voll! Wir waren etwas nervös. Teilweise haben wir gar nicht mehr gewusst, was wir damals gesagt haben", erzählt Silberbauer.
Neuer Rekord
Schon vor ihrem großen Auftritt hatte Silberbauer gehofft, Hans Peter Halelsteiner überzeugen zu können: "Wir haben uns ihn als Investor gewünscht, weil er schon in Pflege investiert hat und daher gut passen würde." Groß war die Aufregung, als Silberbauer und Neumann schließlich vor den potenziellen Geldgebern standen - trotz umfangreicher Vorbereitungen. Silberbauer: "Wir haben unseren Pitch oft geübt und uns auch auf kritische Fragen vorbereitet."
Die Mühe hat sich ausgezahlt: Nicht nur einen, sondern gleich zwei Investoren konnten Neumann und Silberbauer von "Harmony & Care" überzeugen. Die Unternehmer Haselsteiner und Leo Hillinger haben sich dazu bereit erklärt, 200.000 Euro in das Start-Up zu investieren. Im Gegenzug bekommen sie 26 Prozent Unternehmensanteile. Es ist das größte Investment, das ein Kärntner Start-Up bisher in der Puls 4 Show „2 Minuten 2 Millionen“ abschließen konnte.
Das Geld soll unter anderem in Technik und IT investiert werden, um den Algorithmus, der Betreuungskräfte mit Pflegebedürftigen zusammenführt, weiterzuentwickeln. Außerdem will "Harmony & Care" expandieren. Silberbauer: "Deutschland, aber auch skandinavische Länder sind für uns Zukunftsmärkte."