Ein Benefizkonzert als Spende, noch dazu mit einem Erlös, der fast doppelt so hoch war, wie wenn die Karten verkauft worden wären. Nicht nur der Singkreis Seltenheim, der seinen beliebten „Seltenheimer Advent“ diesmal zur „Kärntner in Not“-Gala werden ließ, zeigte sich großzügig, auch die über 600 Besucher, die keine Eintrittskarte lösen mussten, griffen tief in die Brieftasche.

So konnte am Ende des bewegenden Konzerts – auch dank einiger Großspender – ein Scheck über 21.350 Euro präsentiert werden, der der Kleine Zeitung Aktion „Kärntner in Not“ zugutekommt. „Das ist der Beweis, dass die Freude, anderen zu helfen, bei den Kärntnern stark ausgeprägt ist“, dankte „Kärntner in Not“ - Obmann und Kleine-Geschäftsführer Walter Walzl für die Großzügigkeit. „Auch bei uns hat die Armut viele Gesichter. Für viele Menschen sind die Maschen des sozialen Sicherheitsnetzes nicht mehr dicht genug“, verwies Walzl auf die steigende Zahl der Hilfesuchenden.

Der Erfolg der Benefizaktion ist für den Singkreis Seltenheim, der vor 40 Jahren gegründet wurde, ein schöner Abschluss des Jubiläumsjahres. „Wir wollten uns heuer besonders stark für einen karitativen Zweck engagieren“, sagt Chorleiter Charly Altmann, der das Konzert mit durchgehender Dramaturgie wieder zu einem „rustikalen Oratorium“ werden ließ.

Arrangeur Thomas Zdravja hat in bewährter Manier die Verbindungen zwischen den Liedern und den Musikstücken der Kärntner Weisenbläser, des Trios Knittlstreich und der Harfinistin Julia Kräuter geschaffen. Großartig die von Lukas Kaltenbäck inszenierten Lichtstimmungen, die die Bühne in unterschiedlichen Farbschattierungen erstrahlen ließ und das Ziel, die Menschen zu Weihnachten hinzuführen, unterstrich.

Spende für neue Hoffnung


„Dass wir so viele Menschen zu einer Spende für neue Hoffnung und neue Lebenskraft bewegen konnten, ist beeindruckend“, meint Obfrau Manuela Muchar, die die Benefizaktion gemeinsam mit Kleine Zeitung-Projektmanagerin Susanne Kuttnig-Urbanz organisiert hat. Das Publikum zeigte sich angetan. „Bei Kärntner in Not kommt das Geld vor Ort in die richtigen Hände und bleibt im Land“, befürwortet Bioweidegansl-Vereinsobfrau Iris Stromberger die Aktion.

„Wir sollen nicht nur global helfen, sondern auch auf die schauen, die in unserem Land Hilfe brauchen“, meinte Militärmusikkapellmeister i. R. Sigi Seidl. „Wer für Kärntner in Not spendet, spendet für die Richtigen.“

ELKE FERTSCHEY