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Über 20 Millionen Euro für Digitalfunk

Kärntner Blaulichtorganisationen steht Modernisierung des Kommunikationssystems ins Haus. Land muss mitzahlen. Polizei macht Anfang.

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Die Aufgabenstellung ist seit gut einem Jahrzehnt bekannt. Die Lösung muss in den nächsten zwei Jahren gefunden werden: die Umstellung von analogem auf Digitalfunk bei der Polizei und bei allen Blaulichtorganisationen. Bei der Polizei scheint alles auf Schiene zu sein. Derzeit wird in der Steiermark umgerüstet. Kärnten folgt. Die Finanzierung scheint aus Bundesmitteln gesichert. Anders verhält es sich bei Rotem Kreuz, den Feuerwehren, bei Wasser-, Berg-, Höhlen- und Flugrettung. Nach Paragraf 15 der Vereinbarung zwischen Land und Bund, die noch bis zum Jahr 2017 läuft, müssen vom Land Mittel für Ausrüstung- und Ausstattung der Blaulichtorganisationen bereitgestellt werden.

Nach Schätzungen des Innenministeriums werden dafür in Kärnten zwischen 20 und 23 Millionen Euro notwendig sein. Die Folgekosten pro Jahr: zwei bis drei Millionen Euro. Damit ist Katastrophenreferent Landeshauptmann Peter Kaiser gefordert. Er hat das Thema "Digitalfunk" als "Erbpacht" von vorangegangenen Regierungen übernommen. "Die Funknetzplanung muss adaptiert werden. Wir sind derzeit dabei, alle Zahlen, Daten und Fakten zu sichten", sagt Johann Lutnig, stellvertretender Leiter des Landshauptmannbüros. In die Überlegungen zum Digitalfunknetz gehören auch die Landesleitstelle des Roten Kreuzes und die Landesalarm- und Warnzentrale. Wie berichtet, will das Rote Kreuz auf eigene Kosten ein neues Logistikgebäude mit dem Schwerpunkt Katastrophenhilfe auf einem Grundstück am Südring in Klagenfurt bauen.

Neue Leitstelle

Darin soll auch die jetzt in der Grete-Bittner-Straße stationierte Leitstelle Platz finden. Die ebenfalls auf Erneuerung harrende Landesalarm- und Warnzentrale im Gebäudekomplex der Landesfeuerwehrschule und des Landesfeuerwehrverbandes würde so in Sichtweite des Roten Kreuzes rücken. In Tirol, Vorarlberg und Niederösterreich werden alle Einsätze der Blaulichtorganisationen bereits einheitlich von einer Zentrale koordiniert.

In Klagenfurt kommt noch ein Spezifikum dazu. Die Berufsfeuerwehr im gerade im Umbau befindlichen Einsatzzentrum in der Hans-Sachs-Straße dirigiert die Einsätze der zehn Freiwilligen Wehren im Stadtgebiet.

Sehr gute Erfahrungen mit dem Digitalfunk meldet die Wasserrettung. "Die Einsatzleitungen Klagenfurt und Krumpendorf sind bereits mit Geräten bestückt. Die Tonqualität und die Möglichkeit des schnellen Kanalwechsels zu anderen Blaulichtorganisationen spricht für sich", so Landesleiter Heinz Kernjak.

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