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Kiki Kogelnik und die Glas-Köpfe

Als die Polizei ein Foto vom Fundort mailte, sah Judith Walker sofort: "Das sind die verschwundenen Kogelnik-Köpfe!" Schließlich war es die Galeristin, die die aus Bleiburg stammende Künstlerin (1935-1997) zum Glas brachte.

 

Diese Kunst-Geschichte begann mit einem Mann mit dunkler Brille, der 1994 auf der Arte Fiera Bologna Keramiken von Kogelnik bei den Walkers sah, die Visitenkarte zückte und meinte: "Das müsste man aus Glas machen." Der Mann war Adriano Berengo vom gleichnamigen venezianischen Glasstudio. "Mit diesem Murano-Kitsch will ich nichts zu tun haben," reagierte Kogelnik ablehnend. Eine Arbeit von Berengo und ein Besuch in der Werkstatt auf Murano stimmten die Künstlerin um. "Zum Frühstück kam sie schon mit einer ersten Skizze," erzählt Judith Walker.

Unterstützt von der Galerie Walker ließ die Künstlerin von 1994 bis 1996 die "Venetian Heads I und II" (Auflage 7 bzw. 10), "Balloon Heads" und "Little Heads" gießen. Eine Gratwanderung zwischen Kunst und Kitsch. Zu Kiki Kogelniks Sechziger wurden die Köpfe (jeder mundgeblasen und daher ein eigener) im Wiener Belvedere und im Europa Design Depot in Klagenfurt präsentiert. Im Rosentaler Schloss Ebenau (Weizelsdorf) zeigt die Galerie Walker ständig eine Auswahl an Köpfen.

Von den zwölf aus dem Schloss Reifnitz geraubten "Little Heads" sind acht wieder aufgetaucht. Nach 17 Jahren in kundigen Händen, denn: "Sie müssen aufgestellt gewesen sein, bei liegender Lagerung hätten sich die Köpfe vom Sockel gelöst," sagt Carolin Walker.

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