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Nachruf

Herbert Bacher: Macher des Beständigen

Der langjährige Kärntner ÖVP-Obmann Herbert Bacher ist am Samstag im 83. Lebensjahr gestorben. Bacher war von 1972 bis 1978 Landeshauptmann-Stellvertreter, davor und danach Agrarlandesrat.

© Eggenberger
 

Mit aufgekrempelten Hemdärmeln demonstrierte er zur politischen Blütezeit in den 70er-Jahren seine Entschlossenheit von den Wahlplakaten: "Bacher der Macher" wurde zum prägenden Slogan eines ÖVP-Landesparteichefs, mit dem die Kärntner ÖVP einzigartige 32 Prozent bei Landtagswahlen erreichte. Mit Zähigkeit widerstand er schwerer Krankheit. Am Samstag schloss Herbert Bacher im 83. Lebensjahr für immer die Augen.

Als "menschlich und politisch großes Vorbild" würdigten am Montag ÖVP-Obmann Josef Martinz und Landesrat Achill Rumpold den aus kantigem Holz geschnitzten Politiker. Landeshauptmann Gerhard Dörfler und SPÖ-Obmann Peter Kaiser erinnerten an Bachers Handschlagqualität und Leistungen vor allem für den ländlichen Raum. Bacher war von 1972 bis 1978 Landeshauptmann-Stellvertreter, davor und danach Agrarlandesrat.

Sein bäuerliches Fundament prägte Bachers Denken, Stil und Leistungen als Macher des Beständigen. Als Bauernbundchef und Raiffeisen-Verbandsobmann war er einer der Mächtigsten im Agrar- und Geldwesen. Er traf weitblickende Weichenstellungen, als er den jungen Klaus Pekarek in die Raiffeisen-Bankengruppe holte und den Einstieg der Bayern in die Kärntner Lagerhäuser ebnete. Geld- und Warensektor wurden nachhaltig auf Erfolg ausgerichtet. "Wir verlieren mit Ökonomierat Herbert Bacher eine der größten Raiffeisen-Persönlichkeiten - geradlinig, offen, aufrichtig", würdigte Bachers heutiger Funktionsnachfolger Robert Lutschounig. Er und RLB-Vorstand Peter Gauper sprachen dem überzeugten Genossenschafter großen Dank aus. Alle Anteilnahme wendet sich Gattin Anna und den Kindern Klement, Ludwig und Herbert zu. Auch wir kondolieren trauernd. Abschied am Donnerstag ab 10 Uhr in der Kirche Stein/Viktring.

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