Die Osterfeiertage stehen vor der Tür und damit auch unzählige geplante Aktivitäten in der freien Natur – allen voran natürlich die traditionellen Osterfeuer. Das könnte in diesem Jahr durchaus problematisch werden, denn in Kärnten und Osttirol sind die Böden ausgesprochen trocken.

Zur Trockenheit kommt Wind

„Das stimmt – und die Situation wird sich weiter verschärfen“, erklärt Meteorologe Christoph Matella vom Wetterdienst Ubimet. „Eine nördliche Höhenströmung wird in den kommenden Tagen dafür sorgen, dass es in ganz Kärnten und Osttirol zu großen Teilen trocken bleibt.“ Darüber hinaus wird es in Richtung Osterwochenende von Tag zu Tag milder, Höchstwerte von mindestens 15 bis hin zu 20 Grad sollen in den Niederungen möglich sein.

Hinzu kommt das, was bereits etwa am Wochenende beim Waldbrand im Mölltal das große Problem war: „Es wird fast in ganz Kärnten und Osttirol windig. Überall in den Beckenlagen ist mit Böen von rund 40 km/h zu rechnen, auf den Bergen können es auch 90 km/h sein“, erklärt Matella.

Mehrere Risikofaktoren

Auf den Wind blickt auch die Feuerwehr mit Sorge: „Das ist natürlich ein Thema. Gemeinsam mit der Trockenheit, der Hangsteilheit sowie der Hangausrichtung, die ebenfalls indirekt mit der Trockenheit zu tun hat, ist der Wind einer der vier großen Risikofaktoren“, erklärt Klaus Tschabuschnig, Leiter der Landesfeuerwehrschule Kärnten.

Bei Ausflügen in die Natur sei laut dem Experten unbedingt darauf zu achten, höchste Vorsicht walten zu lassen: „Rauchen ist natürlich ein großes Thema, generell sollte man im Wald kein Feuer machen. Aber auch indirekte Hitzequelle, wie etwa die Hitze vom Auspuff eines Autos, stellt eine Gefahr dar“, sagt Tschabuschnig. Für die Osterzeit ergänzt er aufgrund der Aktualität: „Auch auf Knallkörper sollte verzichtet werden, von ihnen geht ebenfalls Brandgefahr aus.“

Appell der Feuerwehr

Auch wenn für viele Menschen Osterfeuer zur Tradition gehören, mahnt der Experte: „Bitte beachten Sie die Verordnungen in den jeweiligen Bezirken zu Brauchtumsveranstaltungen und lassen Sie diese von den Behörden genehmigen.“

Sollte es doch einmal zu einem Brand kommen – rund 75 Prozent der Waldbrände werden direkt oder indirekt von Menschen verursacht – ist schnelles Handeln übrigens Goldes wert: „Bitte auch bei Verdacht sofort melden. Der Faktor Zeit ist oft entscheidend“, sagt der Leiter der Landesfeuerwehrschule, der betont: „All unsere Feuerwehrleute, vom Truppmann bis hinauf zum Bezirksfeuerwehrkommandanten, sind in diesem Bereich geschult. Waldbrandbekämpfung gehört mittlerweile zu unseren Kernkompetenzen.“