Einmal in der Woche kommt Markus ins Caritas-Pflegewohnhaus „St. Hemma-Haus“ in Friesach. Er besucht dort die Seniorinnen und Senioren, gemeinsam werden Spiele gespielt oder es wird geredet. Markus hört dabei gerne zu: „Mir gefällt es, Geschichten von früher zu hören, die mir die Bewohnerinnen und Bewohner erzählen. Oft spielen wir Brettspiele oder gehen in den Garten..“
Markus ist Klient und Freiwilliger der Werkstatt Veronika des „Team Lebensberatung“ der Caritas. Dieses hat ein Pilotprojekt gestartet: das inklusive Freiwilligen-Engagement. Menschen mit Behinderungen engagieren sich als Freiwillige im Seniorenheim. Pflegewohnhaus St. Hemma-Haus. Mit den ersten Versuchen, Menschen mit Behinderungen in die Freiwilligenarbeit einzubinden, haben die Abteilung Gesellschaftliches Engagement und Zivilcourage sowie das Team Lebensgestaltung im Oktober des Vorjahres begonnen, im Jänner ging es in die Umsetzung. Und schon nach kurzer Zeit würden sich die positiven Auswirkungen zeigen, ziehen die Initiatoren eine erste Bilanz. – mit bemerkenswert positiven Auswirkungen für alle Beteiligten.
Seither engagieren sich vier Freiwillige aus der Werkstatt Martin und der Werkstatt Veronika – unterstützt von Fachkräften – regelmäßig im Pflegewohnhaus St. Hemma-Haus in Friesach. Die Freiwilligen übernehmen dabei Besuchsdienste und sammeln Lernerfahrungen in Form von sozialer Verantwortung, Selbstbestimmung und persönlichem Wachstum. Die Bewohnerinnen und Bewohner wiederum profitieren von zusätzlichen sozialen Kontakten.
„Die Atmosphäre unter den Mitwirkenden ist durch Authentizität, Respekt und gegenseitige Wertschätzung geprägt. Das inklusive Freiwilligen-Engagement verbindet als gelungenes Modell wirksam Bildung, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt.“, sagt Romy Strmcnik, Bereichsleiterin „Menschen mit Behinderung“ bei der Caritas Kärnten.
Die positiven Projekt-Erfahrungen würden die Caritas darin bestärken, „inklusive Engagement-Möglichkeiten weiter aus- und Barrieren konsequent abzubauen“, sagt Theresa Kranabetter von der Servicestelle für Freiwilliges Engagement: „Das ist für uns nicht nur ein Projekt, sondern ein wichtiges Stück gelebte Inklusion. Unser Ziel ist es, ein Freiwilliges Engagement zu ermöglichen, das niemanden ausschließt, weil jede und jeder, die/der sich engagieren möchte, auch die Möglichkeit dazu haben soll.“