„Die Fahrt zu meiner Mutter war eine Odyssee, ich brauchte dafür zu manchen Zeiten mehr als drei Stunden“, erzählt Verena Stefan. Selbst der passionierten Öffi-Fahrerin („Ich hatte nie ein Auto oder einen Führerschein“) gelang es noch vor ein paar Jahren nicht, eine schnellere Verbindung zwischen Graz und Bleiburg ausfindig zu machen. Und das, obwohl die gebürtige Kärntnerin selbst als Zugbegleiterin bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) arbeitet.: „Da habe ich wirklich nur selten meiner Mutter einen Besuch abgestattet.“
In den vergangenen Jahren hat sich die Situation zwar bereits deutlich verbessert und je nach Tageszeit dauerte die Fahrt zwischen eineinhalb und zwei Stunden, aber ein richtiger Meilenstein steht Mutter und Tochter mit 14. Dezember bevor. Denn mit dem Start der Koralmbahn ist Stefan, die seit vielen Jahren in Graz lebt, in Zukunft binnen 41 Minuten daheim in Bleiburg bei ihrer Mutter Maria. Für die Heimfahrt braucht sie meist nur knapp über 50 Minuten. „Meine Mama hat gesagt: ,Jetzt kannst du mich ja jeden zweiten Tag besuchen.‘“
Reisen nach Prag und Rom
Da die beiden Frauen auch gerne miteinander mit Bus und Bahn verreisen, freuen sie sich auf den Fahrplanwechsel. „Wir wollen zum Beispiel nach Prag. Da kann in Zukunft die Mama einfach in Klagenfurt in den Zug einsteigen, ich steige in Graz ein und wir fahren gemeinsam weiter. Das war bisher viel komplizierter.“ Und auch eine Reise mit dem Nightjet nach Rom steht bereits auf dem Urlaubs-Plan der beiden: „Da sind wir mit der Reiseplanung schon sehr weit.“