Der Tullner Bürgermeister Peter Eisenschenk machte den Anfang. Gestärkt mit 60 Prozent Zustimmung bei der Gemeinderatswahl in Niederösterreich machte er in einem Blog-Eintrag seinem Unmut über eine mögliche Koalition zwischen seiner ÖVP und der FPÖ Luft. Herbert Kickl werde nie sein Kanzler sein, schrieb er - und erntete viele, wenngleich gemischte Reaktionen. Doch wie sehen die Kärntner ÖVP-Politiker an der Basis das Thema einer möglichen Kanzlerschaft von Herbert Kickl? Christian Poglitsch, Bürgermeister von Finkenstein am Faaker See und ehemaliger Bundesrats- und Landtagsabgeordneter, hat die klarste Position: „Herbert Kickl wird auch sicher nie mein Kanzler sein“. Alleine, dass die FPÖ „alle sicherheitsrelevanten Ministerien für sich beansprucht, halte ich für keine gute Idee. So kann Zusammenarbeit nicht funktionieren.“ Er sei Demokrat und akzeptiere, dass „sich Mehrheiten abseits meiner persönlichen Meinung finden, aber wenn man zu weit über seinen eigenen Schatten springt, ist das auch keine stabile Basis für eine Regierung.“