Der aufgewirbelte Staub in der Bundespolitik legt sich langsam. Wie schon bei den Verhandlungen an sich herrscht zwischen den Parteien auch nach dem Scheitern keine Einigkeit. Vor allem in der Frage, an wem es letztendlich gelegen hat, dass es keine Dreierkoalition gibt und Bundeskanzler Karl Nehammer seinen Rücktritt ankündigte. „Er hat sich bis zuletzt bemüht, eine Regierung zustande zu bringen und ist an der Uneinsichtigkeit der SPÖ gescheitert“, sagt der Kärntner ÖVP-Chef Martin Gruber. Die Sozialdemokraten seien nicht bereit gewesen, sich von Ideologien des vergangenen Jahrhunderts zu trennen.
ÖVP-Chef Gruber
„Nehammer ist an der Uneinsichtigkeit der SPÖ gescheitert“
Für den Kärntner ÖVP-Chef Martin Gruber hat die sozialdemokratische Ideologie eine Dreierkoalition verhindert. Die Aufweichung des „Kickl-Dogmas“ sei die logische Konsequenz.
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