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Uranin Deshalb färbte sich Züricher Fluss plötzlich giftgrün

Eine Aktion der Extinction Rebellion-Aktivisten in der Schweiz sollte auf die Klimakatastrophe aufmerksam machen.

© Extinction Rebellion/Facebook
 

Dienstagnachmittag hat sich die Limmat in Zürich plötzlich giftgrün eingefärbt. Nachdem zunächst unklar war, woher die Farbe stammt, hat sich mittlerweile die Klima-Aktivisten-Gruppe "Extinction Rebellion Zürich" zur Aktion bekannt. Sie wollen damit "auf den bevorstehenden Kollaps unseres Ökosystems und die existenzielle Bedrohung, die dies für das Überleben unserer eigenen Spezies auf diesem Planeten darstellt", aufmerksam machen, wie es in einer Pressemitteilung hieß. Die Politik reagiere zu langsam und die Medien würden nur zögerlich darüber berichten, wie zwingend notwendig rasche Veränderungen sind, hieß es weiter.

Ungefährliches Uranin

Bei der Farbe, die den Limmat einfärbte, handelt es sich um sogenanntes Uranin. Anders als seine giftgrüne Färbung vermuten lässt, sei der Stoff komplett ungefährlich: Die Toxizität von Uranin liegt in der Größenordnung von Speisesalz. Der Name kommt von der farblichen Ähnlichkeit mit dem radioaktiven Uran. Das harmlose Material wird auch zur Leckortung verwendet, oder von Hydrologen, welche die  Fließgeschwindigkeit eines Gewässers bestimmen möchten. Das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) bestätigte die Ungefährlichkeit der Substanz.

Nach etwa einer halben Stunde war der Farbeffekt übrigens wieder verschwunden. Die Behörden ermitteln indes wegen möglicher Verstöße gegen das Gewässerschutzgesetz. Ob es zu einer Anklage kommt, entscheidet die Staatsanwaltschaft.

Extinction Rebellion

Extinction Rebellion (Rebellion gegen das Aussterben, abgekürzt auch XR) wurde am 31. Oktober 2018 in London gegründet und ist mittlerweile in über 50 Ländern vertreten. Auch in Österreich.

 

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