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Demos für das KlimaFridays For Future rufen wieder zum globalen Klima-Protest auf

Auch in Österreich werden am morgigen Freitag im Rahmen der weltweiten Klimaproteste - corona-konforme - Aktionen stattfinden.

© (c) AP (Michael Sohn)
 

Die Umweltbewegung Fridays For Future ruft am morgigen 19. März unter dem Motto "Keine leere Versprechen mehr" erneut zu globalen Protesten gegen die "unzureichende Klimapolitik der Regierungen" auf. Auch in Österreich werden - corona-konforme - Protestaktionen stattfinden, kündigte die Organisation am Mittwoch an.

Trotz großer politischer Ansagen "steigen die Treibhausgasemissionen immer noch an und das Zeitfenster, um eine sich selbst verstärkende Klimakatastrophe zu verhindern, schrumpft rapide. Statt vieler schöner Worte braucht es Krisenmanagement und konkrete, tiefgreifende politische Maßnahmen, um jungen Menschen wieder eine Zukunftsperspektive zu geben", hieß es in einer Aussendung. Auch in Österreich falle nach einem Jahr Türkis-Grün die Bilanz einer klimagerechten Politik ernüchternd aus: "Große Würfe wie ein starkes Klimaschutzgesetz und die Umsetzung einer ökosozialen Steuerreform blieben bisher aus".

Trotz Pandemie

Obwohl die Corona-Pandemie politischen Protest erschwert, sollen österreichweit zahlreiche Aktionen für Klimagerechtigkeit stattfinden. In Linz wird in einer Kundgebung am Hauptplatz für die rasche Einführung des 1-2-3-Tickets demonstriert, während in Innsbruck eine Fahrrad-Demo und in Kufstein eine 24-Stunden-Mahnwache abgehalten wird.

In Wien werden die ohnehin vorgeschriebenen Mindestabstände Teil der Protestaktion: In einer drei Kilometer langen Menschenkette werden allen Teilnehmenden eigene Plätze zugewiesen und mithilfe von bunten Bannern verbunden. Auch in Salzburg wird eine Menschenkette von der Staatsbrücke gebildet. "Bei sämtlichen Aktionen wird mit zahlreichen Ordner*innen und dem verpflichtenden Tragen einer FFP2-Maske sowie Einhalten des Sicherheitsabstands für die Sicherheit der Teilnehmenden garantiert", versicherte Fridays For Future.

In der Steiermark konzentriert sich alles auf den Grazer Tummelplatz, wo es Redebeiträge und Live-Musik geben wird, wie Clara Leitner von Fridays For Future sagt: "Neben dem weltweiten Slogan #nomoreemptypromises streiken wir in Graz für die nötige Mobilitätswende ohne U-Bahn. Wir erwarten uns, nachdem wir die letzten vier Wochen jeden Freitag auf der Straße waren, wieder viele Menschen die mit uns für unsere Zukunft demonstrieren."

In Klagenfurt gibt es ab 9 Uhr einen Sitzstreik und ab 12 Uhr eine Zeichenaktion zum Thema "Male die perfekte Stadt". Um 15 Uhr soll dann der Höhepunkt der Veranstaltung erreicht sein - mit Reden, Live-Musik und auch einem Beitrag von Scientists for Future. 

Leitner betont: "Wir zählen auf die österreichische Bevölkerung. Gehen wir gemeinsam für mutige Klimapolitik auf die Straße! Wir fordern die Umsetzung des von 400.000 Menschen unterzeichneten Klimavolksbegehrens - ohne leere Versprechen!"

 

Kommentare (5)
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gb355
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na ja..

hiefür einen der ohnehin wenigen Schultage herzunehmen, um Prostestaktionen von Schülern ausführen zu lassen, ist doch mehr als
sinnlos.
Ach ja, morgen ist wenigstens in der Steiermark und in Kärnten schulfrei!

Und: "Wos bringts?"

LUR
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ein ruhigeres Gewissen

Würde ich mal unter anderem fix annehmen.
Im Gegensatz zu ihnen kann dann jeder sagen wenigstens aufgestanden zu sein, während Brasilien die Pandemielähmung nützt Und noch schneller durch Brandrodung im Urwald unwiederbringliche Fakten schafft.

Mezgolits
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... nach einem Jahr Türkis-Grün die Bilanz einer klimagerechten Politik

ernüchternd aus: - Vielen Dank - ich meine: Klimagerecht
nicht - aber dafür korruptionsgerecht. Erf. StM

dieRealität2020
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wenn man einiges aus den Denkrichutngen Verhaltens- und Handlungsweisen dieser Aktivisten betrachtet

kommt man zur Ansicht, dass das Klima nur Nebensache ist. Hauptgrund ist der Geltungsdrang und das Geltungsbedürfnis dieser Teilnehmer. Und vieler anderer Teilnehmer auch dabei zu sein. Solange es gewaltlos und ohne Schaden zu verursachen, abläuft kein Problem. Das muss jede Demokratie aushalten.
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Tatsächliche Veränderungen können nur im Einvernehmen einer
Mehrheit aus den weltweiten Gesellschaften in Abstimmung mit Kapital Wirtschaft und Arbeitsmarkt gleichfalls mit dem Sozialsystem erfolgen.
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Unabhängig von den hysterischen Klimaanwandlungen und verschiedener Aktionen haben weit schon früher begonnen. Es ist eine unausbleibliche Tatsache das die Gesellschaften in einer dementsprechenden Weiterentwicklung stehen. Fortschreitende gesellschaftspolitische Prozesse. Genauso wie die Völkerwanderung nicht mehr aufzuhalten ist.
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In 50 Jahre wird die Atomkraft kein Thema mehr sein (vielleicht für extrem Rückständige) aber jetzt ist auch schon zu sehen das die Windenergie sich in 70 Jahre überholt hat. Für das überleben auf diesen Planeten Erde und seine Menschheit kann es nur Sonnenenergie geben. Die Umsetzung wird halt noch 100 Jahre dauern.
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Da bedarf es keiner Studien und neunmalkluger Besserwisser. Blickt man in die Vergangenheit, sieht man die Zukunft für das Überleben der Menschheit, gibt es da nur eine logische Konsequenz. Sonnenenergie in allen und für alle Lebensbereiche.

radisoft
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Das dachte ich mir auch schon öfters...

... und kommt es mir nur so vor, oder waren alle Fridays for Future-Proteste während des Fernunterrichts "ausgesetzt" und beginnen erst jetzt wieder... in der Präsenzphase?
Honi soit qui mal y pense...