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Studie aus New YorkPolizeiliches Fehlverhalten trifft meist junge Nicht-Weiße

In New York wurde von der Aufsichtsbehörde der städtischen Polizei über den Zeitraum von Jänner 2018 bis Juni 2019 erhoben, dass Polizeikontrollen und Fehlverhalten am öftesten junge Schwarze und Latinos treffen.

© Gerry Wolf
 

Beschwerden über polizeiliches Fehlverhalten in New York betreffen nach einem neuen Bericht häufig Vorkommnisse mit jugendlichen Schwarzen oder Latinos. In dem am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Bericht der Aufsichtsbehörde der städtischen Polizei (CCRB) wurden 112 entsprechende Beschwerden untersucht.

Knapp zwei Drittel von ihnen betrafen Fälle, in denen Nicht-Weiße kontrolliert wurden, hieß es. Die Fälle stammen aus dem Zeitraum zwischen Jänner 2018 und Juni 2019. In einigen gerieten Jugendliche wegen scheinbar harmloser Belange in Polizeikontrollen, etwa weil sie mit Stöcken spielten, Rucksäcke trugen, rannten oder sich gegenseitig herumschubsten, hieß es weiter. Nach dem Bericht gab es bei 42 Prozent der Beschwerden nicht ausreichend Beweise für ein Fehlverhalten der Polizei. In 29 Prozent der Fälle dagegen habe sich die Beschwerde als begründet erwiesen. Die New Yorker Polizei solle übermäßige Kontrollen von nicht-weißen Jugendlichen vermeiden, hieß es in dem Bericht weiter.

Erster Polizist wegen Gewalt bei Demo vor Gericht

Erstmals soll jetzt ein New Yorker Polizist vor Gericht gestellt werden, der bei einer Anti-Rassismus-Demo eine Frau auf den Boden gestoßen und beschimpft haben soll. Ihm würden geringfügige Körperverletzung, Belästigung und Bedrohung vorgeworfen, berichtete die "New York Times" am Dienstag und berief sich dabei auf Angaben aus Ermittlerkreisen. Ein Termin war noch nicht bekannt.

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