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Proteste quer durch USANach brutalem Tod von Schwarzem: Zweifel an Obduktionsergebnis

Einer der Polizisten hatte bei dem Einsatz am Montag dem Haftbefehl zufolge sein Knie insgesamt acht Minuten und 46 Sekunden auf den Nacken Floyds gedrückt. Im Haftbefehl heißt es, der Gerichtsmediziner gehe nicht von Ersticken aus.

© AP
 

Die Anwälte des nach einem brutalen Polizeieinsatz in der US-Stadt Minneapolis gestorbenen Afroamerikaners George Floyd haben Zweifel an den Ergebnissen einer Obduktion angemeldet. Zugleich kündigten sie nach einem Bericht des Fernsehsenders ABC am Freitag (Ortszeit) an, bei einem bekannten Gerichtsmediziner eine eigene Untersuchung in Auftrag zu geben.

Im Haftbefehl gegen einen beteiligten Polizeibeamten heißt es, nach vorläufigen Erkenntnissen sei Floyd nicht erstickt. Die beiden Anwälte von Floyds Familie, Benjamin Crump und S. Lee Merritt, sagten zum Obduktionsergebnis, man habe bereits in anderen Fällen gesehen, dass Menschen, die mit den Behörden zusammenarbeiteten, Dinge präsentierten, die eine "Illusion" seien. "All diese Dinge wie Asthma oder Herzprobleme spielen keine Rolle, solange sie (die Opfer) leben, atmen, gehen, reden. Alles ist in Ordnung - bis die Polizei sie anspricht."

Einer der Polizisten hatte bei dem Einsatz am Montag dem Haftbefehl zufolge sein Knie insgesamt acht Minuten und 46 Sekunden auf den Nacken Floyds gedrückt. Im Haftbefehl heißt es, der Gerichtsmediziner gehe nicht von Ersticken aus. Der 46-Jährige habe an Gesundheitsproblemen gelitten, die gemeinsam mit der Festsetzung und möglichen Rauschmitteln im Blut vermutlich zum Tod geführt hätten. In den letzten zwei Minuten und 53 Sekunden habe Floyd keine Lebenszeichen mehr gezeigt.

Dem weißen Ex-Polizisten wird Mord und Totschlag vorgeworfen. Ihm drohen bis zu 35 Jahre Haft. In Minneapolis und anderen US-Städten hatten am Freitag erneut Tausende Menschen gegen Polizeigewalt und für Gerechtigkeit im Fall Floyd demonstriert. Dabei kam es erneut zu Gewalt.

Kommentare (9)

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Mezgolits
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... nach vorläufigen Erkenntnissen sei Floyd

NICHT erstickt. - JAWOHL - und nach meinen -
auch NICHT - und warum?: Weil die Atemwege
frei waren und für mich das brutale Abdrücken
der Halsschlagader die einwandfreie Todes-
ursache ist. Erfinder Mezgolits Draßburg

Nebelspalter
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Vielleicht..

Liegt bei Ihnen die Halsschlagader im Nackenbereich, dann sind sie eine anatomische Ausnahmeerscheinung. Das abdrücken der Halsschlagader bewirkt nach maximal einer halben Minute eine Bewusstlosigkeit. Üben sie einmal mit der flachen Hand Druck frontal gegen ihren Hals aus und sie werden sehen wie schnell die Atmung beeinträchtigt ist. Dieser Mörder kniete über 8 Minuten lang auf dem Hals des Opfers!!!

joektn
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Tja

Der Abzugsfinger sitzt bei den Amis generell sehr locker. Im Internet findet man hunderte Videos von missglückten Polizeieinsätzen, wo sogar eine hilflose alte Dame, die auf der Straße sitzt und einen offenbar verwirrten Eindruck macht kurzerhand angeschossen wird. Das schockiert und gleichzeitig muss ich lachen, wenn man unserer Polizei in Österreich Polizeigewalt vorwirft. Unsere Polizisten sind da aber eine ganz ganz andere Liga.

FerdinandBerger
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eh traurig. aber wieso präsentiert uns die

(inter-)nationale presse diesen Fall jetzt tagelang? Dass die Amis ein ethisch-moralisches Sch..w.e.in.e-System haben, wissen wir ohnehin. Müssen wir nicht extra darauf hingewiesen werden. Der andauernde Genozid an den Jesiden und hundert andere Fälle, die derzeit auf der Welt passieren ist den Nachrichtenagenturen Wurscht.

goathill
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Mord.

Das war Mord. Unfassbarer, sprachlos machender Mord. WTF Amerika?

SoundofThunder
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🤔

Vielleicht hat er sich 8 Minuten 48 Sekunden lang auf die Halsschlagader gekniet. Und dieser Polizist hat auch schon eine Vorgeschichte. Ist kein weises Blatt mehr.

hermannsteinacher
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An weisen Blättern

fehlt es auch in Österreich.

michael787
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Ja klar

Rein zufällig ist der Mann gerade in diesem Moment, als der Polizist ihm minutenlang die Luft abdrückte, an seinen "längeren Gesundheitsproblemen" gestorben, und der Polizist hat rein gar nichts damit zu tun. Der Satz "Ich kann nicht atmen" des Opfers deutet auch überhaupt nicht auf Luftprobleme hin. Und Drogen hatte das Opfer natürlich auch intus. Hauptsache, der Polizist kommt frei. Warum er überhaupt noch Dienst versah, ist ja such fragwürdig: Er war vor einiger Zeit in einen Vorfall verwickelt, als ein flüchtenden (!) Verdächtiger erschossen wurde. Es kam zu keiner Anklage. Dazu wurden gegen den Mann 17 (!) Dienstbeschwerden eingebracht. Folge: Eine einzige Verwarnung. Und auch jetzt scheint man alles zu tun, um Polizisten wie diesen davonkommen zu lassen.

petrbaur
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was für einen iq muss man haben um das zu glauben

da gibt es ein video in dem der typ 8 min lag auf dem opfer kniet und der sagt die ganze zeit er bekommt keine luft.. millionen menschen haben das video gesehn und dem armen mann beim sterben zugeschaut.. und dann traut sich noch jemand zu behaupten das das nicht der grund dafür war.. sowas mach einen sprachlos.. wenn der polizist nicht ins gefängnis geht dann wird ihn sein karma hoffenlich einholen!