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Zukunftsforscher Horx"Hüten wir uns vor dem Immer-schlimmer-Reden"

Ein Jahr Pandemie hinterließ tiefe Spuren – im Negativen wie im Positiven. Ein gemeinschaftliches Gefühl von Heilung und Zuversicht wird aufstehen, macht Zukunftsforscher Matthias Horx mit Blick auf 2021 Mut.

© (c) APA/dpa/Moritz Frankenberg
 

Herr Horx, im März verfassten Sie für unsere Zeitung einen Text mit dem Titel "Ruhig Blut! Musik auf den Balkonen! So geht Zukunft!" Wie fällt Ihre Bilanz nach einem Jahr Pandemie aus? Wie ruhig ist das Blut der Österreicher – wem ist noch nach Musik auf Balkonen?
MATTHIAS HORX: Mein März-Text mitten in der ersten großen Coronapanik war eine Ermutigung. Deshalb ist "Bilanz" vielleicht der falsche Ansatz. Ich habe darauf hingewiesen, dass existenzielle Krisen Widerstandskräfte im Menschen hervorrufen, Wendungen von Gemeinsamkeit und Zuversicht möglich machen. Ohne Zuversicht gibt es keine Zukunft. Das würde ich auch heute noch so formulieren – sogar noch dringlicher: Wir Menschen sollten uns vor dem Immer-schlimmer-Reden hüten!

Wie viel Geduld und Zuversicht können wir noch aufbringen?
HORX: Es wird immer Menschen geben, die die Geduld verlieren, mit der Bedrohung überfordert sind und wütend herumschreien. Auch das ist menschlich. Im Grunde haben die Menschen in der ganzen Welt sich unfassbar diszipliniert verhalten, angesichts einer sehr stressreichen Bedrohung. Ausnahme: vielleicht die USA. Jetzt leuchtet da langsam ein Licht am Ende des Tunnels.

Wechselten wir von der Schockstarre der ersten Monate in eine eher diffuse Lethargie, in eine bange Hoffnungslosigkeit?
HORX: Ja, vielleicht. Aber vielleicht kommt auch wieder eine Wende zum Konstruktiven.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

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Kommentare (7)
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zweigerl
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"Sagen wir im April"

Auf Dauer werden die soften Zwischenrufe dieses Resilienzpredigers unerträglich. Kein Prophet hat so danebengetippt wie Horx mit seiner März-Botschaft, die Krise werde bald vorbei sein und eine positive (!) Wirkung gehabt haben. Jetzt darf er schon wieder seine Schmuse-Prognostik anwerfen und dabei sogar jenen Philosophen für seine Absichten instrumentalisieren, der durch den verordneten Pessimismus,. um die Zukunft zu retten, berühmt geworden ist. Man muss den "worst case" Ins Auge fassen, sagte Hans Jonas, der nun von Horx missbraucht wird. Manchem ist nichts heilig, nur um sein unmoralisches Geschäft betreiben zu können. Wann ist die Pandemie vorbei? "Sagen wir im April." Solche Sprücheklopfer werden groß interviewt.

scionescio
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… mir stellt sich immer die Frage, wie diese Herrschaften ihren Lenensunterhalt finanzieren...

... wer gibt Geld für so ein Geschwafel aus - mein Friseur hat auch zu allem eine Meinung und liegt damit im Schnitt zur Hälfte richtig ... wie die meisten Menschen, die keine Vollidioten oder Verschwörungstheoretiker sind;-)

Bond
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Zukunftsforscher Horx 2001

"Das Internet wird kein Massenmedium, weil es in seiner Seele keines ist."

levis555
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An diese Expertise denke ich immer, wenn ich den Namen Horx höre

Das relativiert für mich all seine Aussagen, wenn sie die Zukunft betreffen

Bond
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Zukunftsforscher Horx 2001

"Das Internet wird kein Massenmedium, weil es in seiner Seele keines ist."

blackpanther
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Sozusagen

was kümmert mich mein Geschwätz von gestern? Hauptsache ich habe damit Geld verdient...

zweigerl
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Prognose ging in die Hose

Der ist sicher ein sogenannter "Krisengewinner". Dass ihm die KlZtg hofiert trotz einer schwer in die Hose gegangenen Prognose, sagt auch etwas aus über mediale Netzwerke.