Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Was wirkt wirklich?Pandemie sorgt in weiten Teilen Europas für Stillstand

Länder greifen zu unterschiedlichen Maßnahmen - von Geschäftsschließungen über Kontaktbeschränkungen bis hin zu nächtlichen Ausgangssperren.

© (c) AFP (FILIPPO MONTEFORTE)
 

Die Corona-Pandemie sorgt in Österreich seit Dienstag für einen teilweisen Lockdown. Um eine drohende Überlastung der Gesundheitssysteme zu vermeiden, greifen auch andere Länder zu unterschiedlichen Maßnahmen - von Geschäftsschließungen über Kontaktbeschränkungen bis hin zu nächtlichen Ausgangssperren.

Deutschland

In ganz Deutschland begann am Montag ein vierwöchiger Teil-Lockdown. In allen Bundesländern gilt, dass Hotels und Restaurants, Kinos, Museen und Theater sowie andere Freizeiteinrichtungen weitestgehend geschlossen sind. Auch für persönliche Treffen gelten strengere Regeln: In den meisten Bundesländern dürfen nur noch zwei Haushalte zusammenkommen - teils gilt das sogar für Treffen im privaten Raum. Kindergärten, Schulen und Geschäfte bleiben im Gegensatz zum ersten Herunterfahren des öffentlichen Lebens im Frühjahr diesmal geöffnet.

Griechenland

In Griechenland etwa wird im Großraum der Hafenstadt Thessaloniki wegen zahlreicher Corona-Fälle ab Dienstag ein Lockdown verhängt. Bürger, die tagsüber ausgehen möchten, müssen eine Nachricht per Kurznachrichtendienst (sms) an die Behörden schicken. Zwischen 21.00 Uhr abends und 05.00 Uhr morgens gilt ein Ausgangsverbot. Zudem wird der Flughafen von Thessaloniki geschlossen. Zuvor waren im Großraum der zweitgrößten griechischen Stadt mit rund einer Million Einwohner mehr als 1.300 Corona-Infektionen diagnostiziert worden.

Außerdem gilt nun in ganz Griechenland Maskenpflicht. In sogenannten roten Zonen, in denen die Corona-Zahlen hoch sind, müssen ab Dienstag zudem Restaurants, Bars, kulturelle und andere Freizeiteinrichtungen schließen. Das betrifft auch den Großraum der Hauptstadt Athen. Diese Maßnahmen sollen vorerst für einen Monat gelten.

Italien

Italien will im Kampf gegen die zweite Corona-Welle alle Museen und Ausstellungen schließen. Die Mitte-Links-Regierung plant für öffentliche Transportmittel eine Obergrenze, nach der nur die Hälfte der Plätze besetzt werden darf. Einkaufszentren sollen künftig landesweit an Wochenenden schließen. In Rom wurde erwartet, dass das entsprechende Dekret bis Dienstag fertig werden dürfte.

Die italienische Regierung hatte ihre Maßnahmen zum Corona-Schutz bereits im Laufe des Oktobers mehrfach verschärft. Seit längerem gilt eine Maskenpflicht auch im Freien. Seit einer Woche sind Theater und Kinos geschlossen. Bars und Restaurants dürfen nur noch bis 18.00 Uhr Gäste bedienen. Das 60-Millionen-Einwohner-Land hatte am Sonntag rund 30.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert, am Montag waren es rund 22.250. Außerdem starben an beiden Tagen jeweils mehr als 200 Menschen mit oder an Covid-19.

Niederlande

Auch in den Niederlanden wird erwartet, dass die Regierung erneut Maßnahmen verschärfen wird. So sollen Kinos, Theater und Museen schließen. Vor knapp drei Wochen war ein Teil-Lockdown verhängt worden. Die Zahl der Neu-Infektionen lag vor dem Wochenende bei mehr als 10.000 binnen 24 Stunden, scheint aber nun langsam zurückzugehen. Doch der Druck auf Krankenhäuser bleibt nach wie vor sehr hoch.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

Kommentare (1)
Kommentieren
dieRealität2020
0
2
Lesenswert?

schaut in Europa, insbesondere in den Mitgliedstaaten der EU nicht besonders gut aus,

nur in Österreich haben wir einen Haufen von Menschen aller Coleurs und Funktionen aus unserer Gesellschaft die mit 1.128 Neunmalklugen Besserwissereien österreichweit aus allen Himmelsrichtungen aufhorchen lassen, als wären wir noch immer die Insel der Seeligen und nur wir haben die Lösung parat. 1.128 wissen was schlecht ist haben aber keine Ansagen für zielführende und effektive Alternativen. Es wird in alle Richtungen gezerrt. Ich kann nur sagen, typisch österreichisch. Und wie nennen wir die Geschehnisse rund um Österreich?