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Hohe InfektionszahlenZu gefährlich: Rio de Janeiro streicht Karneval

Der Februartermin sei nicht zu halten, entschieden die Sambaschulen. Brasilien hat bereits mehr als 4,5 Millionen Infektionen.

BRAZIL CARNIVAL
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Der Karneval in Rio ist coronabedingt auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Wie die Sambaschulen der brasilianischen Metropole haben am Donnerstag (Ortszeit) entschieden, wird die traditionsreiche Veranstaltung vor Zehntausenden Zuschauern nicht wie geplant im Februar stattfinden.

"Es ist zunehmend schwieriger, einen Karneval ohne eine Impfung zu haben", sagte der Präsident der unabhängigen Sambavereinigung Leisa, Jorge Castanheira. "Ohne Sicherheit kann es keinen Karneval geben." Die Sambaschulen hätten weder die Zeit noch die finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen, um den Karneval im Februar auf die Beine zu stellen, so Catanheira.

Bei der Veranstaltung ziehen Tänzer der 13 wichtigsten Sambaschulen der Metropole durch das Sambadrom, in dem Zehntausende Bewohner, Touristen und Prominente gemeinsam feiern. Dazu kommen Millionen weitere Menschen, die den Karneval in den Straßen der Stadt und an den Stränden feiern. Das Datum des Karnevals ist an und für sich durch den liturgischen Kalender der römisch-katholischen Kirche festgelegt, da er ähnlich wie andere Faschingsumzüge vor Beginn der Fastenzeit stattfindet.

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Brasilien schwer betroffen

Nach den USA und Indien verzeichnet Brasilien die meisten Corona-Infektionen (über 4,5 Millionen). Mehr als 139.000 Menschen sind in Brasilien im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Nach Daten der Regierung des Teilstaates Rio de Janeiro registrierte die Stadt Rio bis Donnerstag offiziell knapp 100.000 Infizierte, mehr als 10.000 Patienten sind bisher gestorben.

Gewöhnlich ist es so, dass sich die Sambaschulen - kaum, dass ein Karneval zu Ende ist - schon wieder mit dem nächsten Thema, den Umzugswagen und den Kostümen beschäftigen, die sie zu den Umzügen ins Sambodrom mitbringen wollen. Jetzt würde in Rio eigentlich die heiße Phase der Vorbereitung beginnen


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