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Unternehmer aus UdineItaliener entwickeln Fiebermesser vor Lokalen

Zwei Unternehmer aus Udine patentieren Gerät, dass Besuchern bei hoher Temperatur den Zugang zu öffentlichen Lokalen versperrt.

© (c) AP (Mauro Scrobogna)
 

Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie zeigen sich die Italiener kreativ. Zwei Unternehmer aus Cividale del Friuli bei Udine haben ein Gerät zur Temperaturmessung entwickelt, das vor den Eingängen von Geschäften, Betrieben und Lokalen aufgestellt werden kann. Das mit einer Software ausgestattete Messgerät warnt vor körperlicher Temperaturen von über 37,5 Grad.

Werden Personen mit Fieber registriert, so klingelt das Gerät und sperrt den Zugang zum Lokal oder Geschäft. Damit soll die Verbreitung des Virus verhindert werden. "TAACfatto" heißt das Gerät, das der friaulische Unternehmer Marco Zorzettig zusammen mit dem Inhaber des Studios "SBengineering", Gimmi Bodigoi, entwickelt hat. Der Apparat, der rund 2.500 Euro kostet, ist 1,70 Meter hoch und 35 Zentimeter breit.

Das Basisgerät Foto © SBengineering

"Es genügt, dass eine Person in den Display schaut und sofort wird die Temperatur gemessen. Wenn die Temperatur unter 37,5 Grad liegt, erscheint eine grüne Ampel. Ansonsten wird das Personal des Geschäfts oder Lokals alarmiert", berichtet Zorzettig im Gespräch mit der APA. Der Unternehmer hat "TAACfatto" bereits patentieren lassen.

Laut dem Unternehmer könnte das Gerät in der sogenannten "Phase 2" besonders nützlich sein, in der weiterhin soziale Distanz eingehalten werden muss. "TAACfatto ist leicht zu installieren, nimmt wenig Raum ein und ersetzt das Personal, das man ansonsten am Eingang zur Temperaturmessung einsetzen müsste", meint Zorzettig. Seiner Ansicht nach hat das Gerät viele Verwendungsmöglichkeiten, unter anderem vor dem Eingang von Stadien, Sport- und Einkaufszentren, Schwimmhallen und überall dort, wo sich Menschen versammeln.

Das Gerät mit Drehkreuz Foto © SBengineering

Zorzettig ist in Friaul vor allem als Winzer bekannt. So produziert er Weine mit den Marken "La Tunella" und "Alturis", sowie das friaulische Bier "Birra Agricola Artigianale Gjulia". "Wer wie wir Wein und Bier produziert, weiß, dass die Wiedereröffnung von Lokalen, Restaurants, Kellereien und Bars von lebenswichtiger Bedeutung ist. Die Krise ist nach der mehrwöchigen Sperre aller Lokale akut", sagt der Unternehmer. Daher denkt er, dass sein Temperatur-Messgerät in der Phase nach Ende des strickten Lockdowns eine optimale Lösung sein könnte.

Die italienische Regierung arbeitet an der Planung der sogenannten "Phase 2" mit der Auflockerung der Ausgangssperre und der Wiederaufnahme der Industrieproduktion. Geprüft werden gestaffelte Öffnungszeiten für Betriebe, öffentliche Ämter und Büros. Damit will die Regierung verhindern, dass es zu Stoßzeiten mit großen Menschenansammlungen auf den Straßen und in öffentlichen Verkehrsmitteln kommt.


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