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CoronavirusIm Raum Bergamo werden die Särge knapp

Der lombardische Präsident Attilio Fontana bestätigte indes, dass die Zahl der neuen Infektionen zwar weiterhin wachse, aber das deutlich unter dem Trend der vergangenen Tage.

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Särge gehören in Italien nun zum Alltagsbild © APA/AFP/PIERO CRUCIATTI
 

Angesichts der hohen Zahl der Covid-19-Todesopfer in den letzten Tagen sind die Särge in der von der Epidemie schwer betroffenen Stadt Bergamo knapp geworden. Bestattungsfirmen in der italienischen Region Lombardei sind unter Druck geraten. 60 Särge wurden bestellt, lediglich 30 konnten geliefert werden.

"Es ist nicht einfach, Särge für die vielen Toten zu finden", sagte der Inhaber einer Bestattungsfirma der lokalen Tageszeitung "Eco di Bergamo". Die Zahl der Toten ist so hoch, dass die Lagerkapazität der Leichenhalle in Bergamo seit Tagen ausgeschöpft ist. Dies gilt auch für den einzigen Ofen des Krematoriums, der derzeit 24 Stunden durchgehend läuft.

Sowohl der Friedhof als auch die Bestattungsinstitute sind seit längerem nicht mehr aufnahmefähig. In der 120.000-Einwohner-Stadt sind pausenlos Transporter der Armee auf den Straßen unterwegs, um die Särge der Verstorbenen zu den Krematorien anderer Regionen zu bringen. Allein am Dienstag wurden 33 Särge nach Bologna gebracht.

100 Särge stapeln sich in Piacenza

In der ebenfalls schwer von der Epidemie betroffenen norditalienischen Stadt Piacenza türmen sich 100 Särge im städtischen Krematorium. Es sind täglich nur bis zu 13 Einäscherungen möglich, während innerhalb dieser Zeitspanne aber über 25 Särge eintreffen.

Der lombardische Präsident Attilio Fontana bestätigte indes, dass die Zahl der neuen Infektionen zwar weiterhin wachse, aber das deutlich unter dem Trend der vergangenen Tage. "Es scheint, dass sich im Vergleich zu den vergangenen Tagen ein niedriger Wachstumstrend etabliert. Wir hoffen, dass auch die Infektionskurve bald zurückgeht, doch wir haben noch keine konkreten Fakten, um dies zu bestätigen", sagte Fontana. Er bekräftigte seinen Appell an die Italiener, zu Hause zu bleiben, um die Epidemie einzugrenzen.


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