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Keine MaßnahmenBritische Schulen sollen trotz Corona offen bleiben

Die Wut auf die Regierung steigt, es gibt Petitionsinitiativen zum Schutz der Kinder.

© APA/AFP/OLI SCARFF
 

Die britische Regierung gerät zunehmend unter Druck, wie andere Ländern Schulen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie zu schließen. Immer mehr Direktoren klagten am Mittwoch darüber, dass sie angesichts zahlreicher erkrankter Lehrer den Betrieb ohnehin kaum noch aufrecht halten könnten. Auch viele Schüler würden wegen der Ausbreitung der Krankheit inzwischen nicht mehr zum Unterricht kommen.

Eltern sind wütend und fragen sich, warum die Regierung einerseits dazu rät, soziale Kontakte einzuschränken, andererseits aber gegen die Schließung von Schulen ist. Mehr als 670.000 Menschen haben inzwischen eine Petition auf der Internetseite des Parlaments unterzeichnet, mit der die Regierung aufgefordert wird, endlich die Lehranstalten vorläufig dichtzumachen.

Doch erst am Dienstag verteidigte der wissenschaftliche Chefberater der Regierung, Patrick Vallance, diese Haltung vor einem Parlamentsausschuss. Schulschließungen seien zwar als Option "auf dem Tisch", sollten aber derzeit nicht vorgenommen werden, sagte er. Doch womöglich fällt der Unterricht demnächst schon allein wegen Personalmangels auf breiter Front aus.

Der Generalsekretär der Schul- und Universitätsleiter-Gewerkschaft, Geoff Barton, sagte der BBC, er habe von einigen "sehr erfahrenen Schuldirektoren" erklärt bekommen, dass sie ihre Einrichtungen wohl kaum über Freitag hinaus offen halten könnten. In einem Fall etwa hätten sich 17 Mitglieder des Kollegiums krankgemeldet. "Und ich denke, das wird sich quer durchs Land wiederholen." Einige Schulen schließen entsprechend bereits, bieten aber noch eine Notbetreuung für Kinder von Eltern an, die etwa im Gesundheitswesen arbeiten


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

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Kommentare (5)

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Fisherfriend6
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Ärmelkanal

Unglaublich,-ich dachte, die Dummheit beginnt jenseits des Atlantiks...
...aber die beginnt ja schon über dem Ärmelkanal!!!

himmel17
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Wäre die FPÖ am Ruder ...

... wären auch bei uns alle Firmen und alle Schulen offen. Bierzeltpartys wären an der Tagesordnung. Ausreiten wäre angesagt.
Jetzt im Ernst: Populisten sind mitreißende Verkäufer, oft höchst telegen, aber nie und nimmer Krisenmanager. Krisen kann man nicht mit "Klappe wetzen" alleine managen.

rastimom
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himmel17

Sie schweben sicher über den Wolken. Kickl und Hofer haben schon vor 14 Tagen einschneidende Maßnahmen gefordert. Nur wurden sie nicht ernst genommen wegen der Wirtschaft. Geld ist anscheinend noch immer mehr wert als Menschenleben. Jetzt haben wir das Desaster.

Zottel6
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Einschneidende Maßnahmen?

GIS abschaffen und Grenzen für Migranten schließen?
Totalschliessung der Grenzen sieht man ja bald an Ungarn:
Die Versorgung wird zusammenbrechen, da kann man nicht mit dem Holzhammer draufhauen.
Mit Frau Hartinger-Klein an der Gesundheitsspitze hätten wir jetzt sicher unsere Freude...
Man kann den Ibiza-Machern nicht dankbar genug sein.

gonde
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England ist eben anders!

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