Omikron sorgt für Ausfälle Britische Armee hilft in Londoner Krankenhäusern aus

Wegen der Personalmängel durch die Omikron-Welle hilft in London seit Freitag die Armee in Krankenhäusern aus. In Schottland setzt Bewährungshelfer bei der Polizei ein.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Das britische Gesundheitssystem gerät aber wegen der hohen Zahl an krankheitsbedingten Ausfällen beim Personal immer mehr unter Druck © AP
 

Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, sollen in den kommenden drei Wochen 200 Militärangehörige in der britischen Hauptstadt im Einsatz sein. Außerdem sollen 32 Soldatinnen und Soldaten im Rettungsdienst aushelfen. Auch in anderen Teilen des Landes sind Militärangehörige im Einsatz, um die Behörden bei der Bewältigung der Corona-Pandemie zu unterstützen.

Die schottische Polizei etwa greift auf Bewährungshelfer und Spezialeinheiten zurück. Rund 600 Kräfte aus diesen Bereichen sollen der Polizei in Schottland ab Montag helfen, wie die BBC am Freitag berichtete. In der letzten Woche des Jahres 2021 waren bereits rund 1.700 Polizistinnen und Polizisten in Schottland wegen Corona krankgeschrieben oder in Quarantäne, das war gut ein Drittel mehr als in der Vorwoche. Kommissar Alan Speirs sagte: "Omikron hat einen signifikanten Effekt auf das Land und damit auch auf die schottische Polizei."

Fest im Griff von Omikron

Großbritannien ist noch immer fest im Griff der Omikron-Welle - auch wenn Experten Anzeichen für eine Abflachung in London erkennen. Am Donnerstag wurden landesweit knapp 180.000 Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner - wird mit knapp 1800 angegeben (Stand 1. Jänner). Schätzungen zufolge war in London in der letzten Woche des vergangenen Jahres jeder Zehnte mit dem Coronavirus infiziert.

Strengere Einschränkungen lehnt die Regierung bisher unter Verweis auf die verhältnismäßig geringe Zahl der Krankenhauseinweisungen und Todesfälle ab. Am Donnerstag wurden 231 Todesfälle gemeldet. Großbritannien hat etwa 67 Millionen Einwohner.

Das britische Gesundheitssystem gerät aber wegen der hohen Zahl an krankheitsbedingten Ausfällen beim Personal immer mehr unter Druck. Bis Freitag hatten nach Angaben der Nachrichtenagentur PA allein in England 17 Krankenhausträger den Ernstfall ausgerufen, weil sie fürchten, wichtige Behandlungen nicht mehr gewährleisten zu können.

Kommentare (2)
david965bc
11
5
Lesenswert?

GB riskiert viele Long Covid Fälle mit ihrer Durchseuchungsstrategie.

Die Pandemie hat CFS Patienten (chronisches Fatigue Syndrom) neue Hoffnung gegeben, weil jetzt endlich viel Geld in die Forschung fließt.

Dem vergreisten Deutschland und Österreich würde ich eine Durchseuchungsstrategie nicht raten, denn es sind viel zu wenig über 60 Jahren geimpft.

Frankreich hat viel mehr Geimpfte über 60 Jahren, die können diese Strategie wagen.

mtttt
4
10
Lesenswert?

Was ein

Gripperl alles fuer Konsequenzen hat ? Einerseits tun mir die Briten leid fuer ihre Fuehrung, andererseits ist es eine Gesellschaft nit mehr Klassenunterschieden als wir es gewohnt sind. Den Liverpooler Arbeiter will die herrschende Schicht erst gar nicht ueberzeugen von irgendwelchen Massnahmen. Er ist es nicht wert. Auch ein Zugang...