Über PolenDrastisch mehr unerlaubte Einreisen nach Deutschland

Bis 17. Oktober wurden alleine in diesem Monat an der Grenze und 3.000 Personen registriert. Im August sind hingegen nur 713 Menschen an der deutsch-polnischen Grenze festgestellt worden, die unerlaubt nach Deutschland gekommen seien.

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CORONA: SALZBURG - GRENZKONTROLLEN AM KLEINEN WALSERBERG
© APA/BARBARA GINDL
 

Die Zahl unerlaubter Einreisen von Menschen über die polnische Grenze nach Deutschland ist im Oktober nach Angaben der Bundespolizei deutlich gestiegen. Bis zum Sonntag hätten die Beamten an der Grenze rund 3.000 Personen registriert, teilte die Bundespolizei mit.

Im August seien 713 Menschen an der deutsch-polnischen Grenze festgestellt worden, die unerlaubt nach Deutschland gekommen seien, davon 474 über Belarus. Im September sei die Zahl unerlaubter Einreisen über Polen auf 2.323 Personen gestiegen, davon 1.903 über Belarus.

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hatte als Reaktion auf EU-Sanktionen erklärt, er werde Migranten mit dem Ziel EU nicht mehr aufhalten. Seitdem mehren sich Meldungen über versuchte irreguläre Grenzübertritte an den EU-Außengrenzen zu Belarus sowie an der deutsch-polnischen Grenze. Daraufhin schlug der Chef der Bundespolizeigewerkschaft, Heiko Teggatz, befristete Kontrollen an der Grenze zu Polen vor.

Die Bundespolizei erklärte, die Einführung temporärer Grenzkontrollen an der deutsch-polnischen Grenze sei eine "rein politische Entscheidung". Der Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Dieter Romann, habe mit Innenminister Horst Seehofer (CSU) über den Sachverhalt in der vergangenen Woche gesprochen, dabei seien viele Aspekte thematisiert worden. Seehofer will die unerlaubten Einreisen im Bundeskabinett zur Sprache bringen.

Kommentare (3)
Peterkarl Moscher
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Aufwachen !!!

Grenzen zu Polen dicht, aber sehr dicht, das ist kein Partner der EU und ist nicht
in der Lage seine Außengrenzen zu schützen und damit auch kein Schutz der EU-
Grenzen! Polen ist kein Partner der EU und wird es auch nie werden!!!!

Peterkarl Moscher
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Aufwachen !!!

Grenzen zu Polen dicht, aber sehr dicht, das ist kein Partner der EU und ist nicht
in der Lage seine Außengrenzen zu schützen und damit auch kein Schutz der EU-
Grenzen! Polen ist kein Partner der EU und wird es auch nie werden!!!!

Adiga
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Globale Probleme können nicht regional an an einem weit entfernten Ort gelöst werden...

Wenn Teile der Welt aus politischen, klimatischen oder religiösen Gründen unbewohnbar werden - treten zwangsläufig Wanderbewegungen auf. Diese Wanderbewegungen kann man nur schlecht bekämpfen in dem man sie an irgendeiner Grenze aufhalten will, man müsste die politischen, klimatischen und religiösen Auslöser dahinter "überarbeiten", da mit die Wanderbewegungen gar nicht erst stattfinden.
Leider ist die Weltgemeinschaft der Menschen zu gespalten - letztlich gar keine Gemeinschaft, um die wahren Probleme lösen zu können. Außerdem verhindern oft jene die am meisten etwas verändern könnten (Eliten und "offizielle"Interessensvertretter) die Problembeseitigung am intensivsten.
Was bleibt ist Symptombekämpfung, also immer nur eine Tropfen-Auf-Den-Heißen-Stein-Aktion, ist zwar nett gemeint, wenn es die einzige Möglichkeit ist überhaupt irgendwas zu tun. Nur darf man sich nicht der Illusion hingeben, dass sich durch diese Symptombekämpfungsaktionen irgendwas an den Krisenlagen der Welt bessert.
Symptombekämpfung ist letztlich ein Hinausschieben einer Lösung, und das bedeutet eigentlich, dass man durch allerei unwirksame Maßnahmen die nicht auf die Auslöser der Krisensituationen zielen sogar, obwohl gar nicht beabsichtigt, diese noch bestärkt. ... Ein globlaes Dilemma das ist.