Schockierende MengeRund 3760 Tonnen Plastik schwimmen auf dem Mittelmeer

Das Mittelmeer gilt laut dem Griechischen Zentrum für Meeresforschung als Hotspot für Verschmutzung durch Plastik, weil viele Küstenabschnitte dicht besiedelt sind.

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© (c) APA/EPA/ANGELIKA WARMUTH (EPA/ANGELIKA WARMUTH)
 

Einkaufssackerl, Wasserflaschen, Styropor - allein an der Oberfläche des Mittelmeers treiben laut einer aktuellen Studie rund 3760 Tonnen Plastik. Es handle sich um eine "schockierende Menge", schreiben Wissenschaftler des Griechischen Zentrums für Meeresforschung (HCMR) über ihre im Fachjournal "Frontiers in Marine Science" vorgestellten Ergebnisse. Schockierend vor allem deshalb, weil abgesehen vom schwimmenden Plastik ein Gutteil des Materials auf den Meeresboden sinke.

Das Mittelmeer gilt dem Team um Kostas Tsiaras vom HCMR zufolge als Hotspot für Verschmutzung durch Plastik, weil viele Küstenabschnitte dicht besiedelt sind. Hinzu kommen Faktoren wie Tourismus, Fischerei, Schifffahrt und nicht zuletzt die Geografie - der Wasseraustausch des Binnenmeeres mit dem Atlantik ist vergleichsweise gering.

Anhand eines neuen Berechnungsmodells haben die Wissenschaftler ermittelt, dass jährlich rund 17.600 Tonnen Plastik im Mittelmeer landen. Davon schwimmen 3760 Tonnen an der Oberfläche, rund 2800 Tonnen sinken auf den Meeresboden, der große Rest wird an Stränden angespült.

Weltweit schwimmen den Forschern zufolge nach Schätzungen mehr als 250.000 Tonen Plastikmüll auf den Ozeanen. "Simulationen der Verteilung von Plastik im Meer sind derzeit von einem hohen Maß an Unsicherheit geprägt", erklärte Tsiaras. Das liege vor allem an der Komplexität der Abläufe. Während etwa die Plastiksackerl lange Zeit an der Oberfläche treibt, sinken andere Plastikteile schnell; manche werden von Meeresorganismen aufgenommen oder zerfallen in kleine Teile. Hinzu kommen Wind, Wellen und Strömungen, die das Plastik über weite Strecken treiben.

Neues Rechenmodell

Die Studie der Wissenschaftler bezieht solche Faktoren mit ein. Dadurch haben die Fachleute unter anderem Regionen ausfindig gemacht, in denen besonders viel Plastik im Meer landet. Ihr neues Rechenmodell könne helfen, den Nutzen von Maßnahmen zur Eindämmung der Verschmutzung zu prüfen und Gegenmaßnahmen gezielter zu erarbeiten und einzusetzen, so Tsiaras.

Kommentare (3)
SoundofThunder
1
2
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Kreislauf

Und als Mikroplastik in den Fischen auf unsere Teller.

kukuro05
1
13
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Die Produktion von sogenannten Flauschdecken

.....die aus 100% Kunstfaser bestehen, verbieten.
Die sind die schlimmsten wegen der Mikropartikel.
Und werden tonnenweise erzeugt und tonnenweise gekauft!

75b4c938b8a63533cf6c6ffe692b67f5
0
8
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Plastik ist die Wurzel allen Übels 🤨

Ich meinte den Homosapiens, der ist die Wurzel allen Übels, weil der mit seinem mickrigen Verständnis für sein Umfeld und der Natur verursacht dadurch immensen
Schaden 🤔
Für den Mittelmeerraum mit den vielen Touristen ist das ein wahrer Albtraum und eine Besserung ist nicht in Sicht es wird verschmutzt um jeden Preis statt entsorgt und getrennt🤦🏻‍♂️
Beispiel, Strand in Lignano, drei Mistkübel mit Fotos gekennzeichnet und was machen die Urlauber mit den drei Mistkübeln sie spielen inne anne und draußen bist du 😡
Nochwas ist mir aufgefallen, Restmüll ist nicht gleich Restmüll normaler weise müssten dort 5 verschiedene Mistkübel stehen es fehlt der für Glas und Aluminium Erzeugnisse soviel zur Verständnis der Lokalverwaltung😭