Mehrere ToteAuch Benelux-Länder stark von Unwettern betroffen

Neben Teilen von Westdeutschland haben auch die Beneluxstaaten mit heftigen Regenfällen zu kämpfen: In Belgien kosten die schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten mindestens neun Menschen das Leben.

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Unwetter in Nordrhein-Westfalen
© APA/dpa/Roberto Pfeil
 

Auch die Nachbarländer Deutschlands haben mit Hochwasser zu kämpfen. In der Schweiz stiegen Flusspegel nach starken Regenfällen stark an. Im Kanton Schaffhausen überschwemmten laut der Nachrichtenagentur Keystone-sda angeschwollene Bäche die Dörfer Schleitheim und Beggingen. Wassermassen flossen durch Straßen, in Keller, rissen Fahrzeuge mit und zerstörten kleinere Brücken.

In Maastrich (Niederlande) und Lüttich (Belgien) wurden Tausende Bewohner aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen und sich vor den Fluten in Sicherheit zu bringen. Besonders stark betroffen ist die niederländische Provinz Limburg. Zahlreiche Häuser wurden beschädigt, es gibt Berichte über Todesopfer.

Neun Tote in Belgien

Im östlichen Belgien stieg die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Unwettern bis zum späten Donnerstagabend auf neun. Zudem werden vier Menschen vermisst, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Bereits am Morgen hatte es erste Meldungen über Tote gegeben. Innenministerin Annelies Verlinden hatte den Katastrophenschutzmechanismus der EU in Anspruch genommen, Frankreich, Italien und Österreich hatten Hilfe angeboten.

König Philippe von Belgien und Königin Mathilde fuhren den Angaben zufolge in die besonders betroffene Gemeinde Chaudfontaine. Der zentrale Bahnhof der Stadt Lüttich mit knapp 200.000 Einwohnern wurde am Nachmittag geschlossen. In der Stadt waren Belga zufolge zudem die Strom-, Gas- und Wasserversorgung beeinträchtigt.

Wer an der Maas lebt, wurde dazu aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Auch in anderen Provinzen mussten Menschen in Sicherheit gebracht werden. Wie in Deutschland hielten starke Regenfälle und Überschwemmungen Einsatz-und Sicherheitskräfte im Osten des Landes seit der Nacht in Atem. Ministerpräsident Alexander De Croo schrieb auf Twitter: "Wir sichern allen Betroffenen sowie den örtlichen Behörden unsere volle Unterstützung zu."

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