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Sexueller ÜbergriffHöchstgericht hebt Urteil gegen US-Serienstar Bill Cosby auf

Der mittlerweile 83-Jährige war wegen eines Sexualdelikts zu drei bis zehn Jahren Haft verurteilt worden. Doch nun konnte er das Gefängnis nach dem Gerichtsentscheid verlassen.

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Bill Cosby vor seiner Verurteilung 2018 © AFP
 

Das höchste Gericht im US-Bundesstaat Pennsylvania hat die Verurteilung des US-Schauspielers und Entertainers Bill Cosby (83) wegen sexueller Nötigung gekippt. Aufgrund einer Vereinbarung mit einem früher mit dem Fall befassten Staatsanwalt hätte Cosby in dieser Sache nicht angeklagt werden dürfen - so argumentierte das Gericht in einer rund 80 Seiten langen Stellungnahme am Mittwoch. Der Entertainer müsse freigelassen werden. Der 83-Jährige ließ am selben Tag die Haftanstalt hinter sich.

2018 war Cosby wegen sexueller Nötigung verurteilt worden. Er saß seit September 2018 im Gefängnis, wo er eine Strafe von mindestens drei und höchstens zehn Jahren Haft absitzen musste. Zahlreiche Anträge auf Berufung und vorzeitige Haftentlassung waren abgelehnt worden.

Bill Cosby: Gefängnis für den Ex-Fernsehliebling

Polizisten führten den 81-Jährigen am Dienstag in Handschellen aus dem Gerichtssaal in Norristown in Pennsylvania.

 

(c) AP (Jacqueline Larma)

In einer Sammelstelle wird entschieden, in welche der 24 Haftanstalten des Bundesstaats Cosby kommt. Er muss eine Strafe von mindestens drei und höchstens zehn Jahren Haft absitzen.

 

(c) AP (Mark Makela)

Der Tag der Abrechnung sei für Cosby endlich gekommen, sagte Anwältin Gloria Allred, die mehrere der Frauen vertritt. 60 Frauen hatten Cosby sexuelle Übergriffe unterschiedlicher Art vorgeworfen. 

 

(c) AP (Matt Rourke)

Andrea Constand (Mitte) und Janice Dickinson verlassen nach dem Urteil das Gerichtsgebäude

(c) AP (Mark Makela)

"Die Vergewaltigung ist in meine Seele eingraviert", teilte das Model Janice Dickinson nach dem Urteil mit, deren Fall zu keiner strafrechtlichen Verfolgung geführt hatte. Dickinson hatte im Prozess als Zeugin ausgesagt.

(c) AP (Mark Makela)

Stacey Pinkerton (links) mit Chelan Lasha

(c) AP (Matt Rourke)

Sunni Welles, links, mit Stacey Pinkerton und Chelan Lasha

(c) AP (Matt Rourke)

Sunni Welles lässt ihren Emotionen nach dem Spruch freien Lauf

(c) AP (Matt Rourke)

Auch Victoria Valentino (links) ist erleichtert

(c) AP (Mark Makela)

Andrea Constand (links) mit Kristen Feden

(c) AP (Matt Slocum)

Janice Dickinson: Eine Geste des Triumpfes

(c) AP (Matt Slocum)

Cosbys Verteidiger Joseph Green scheiterte beim Versuch, Cosby gegen Kaution auf freien Fuß zu bekommen, bis über das geplante Berufungsverfahren entschieden ist. Dieses würde beim nächst höheren Gericht verhandelt, dem Superior Court in Harrisburg. Dieses Gericht muss den Fall anhören - anders als der übergeordnete Supreme Court, das höchste Gericht im Staat Pennsylvania. Cosby muss zusätzlich eine Geldstrafe von 25.000 Dollar (21.200 Euro) zahlen und die Gerichtskosten des Strafprozesses tragen.

(c) AP (Mark Makela)
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Mehr als 60 Frauen hatten Cosby sexuelle Übergriffe unterschiedlicher Art vorgeworfen. Im Prozess ging es allerdings nur um einen einzigen Fall aus dem Jahr 2004. Die Jury sah es als erwiesen an, dass Cosby eine Frau mit Tabletten hilflos gemacht und dann sexuell genötigt hatte. Der Entertainer hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Die Entscheidung des höchsten Gerichts von Pennsylvania überraschte viele in den USA und sorgte weithin für Schock und Ratlosigkeit - Cosby selbst äußerte sich zunächst nicht.

Kommentare (2)
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Lilithwashere
0
14
Lesenswert?

Realität

So steht's im Artikel. Und weiter?

dieRealität2019
15
4
Lesenswert?

Wenn man diese Zeilen liest muss man sagen "umstrittene Rechtsverfahren".".

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Aufgrund einer Vereinbarung mit einem früher mit dem Fall befassten Staatsanwalt hätte Cosby in dieser Sache nicht angeklagt werden dürfen - so argumentierte das Gericht in einer rund 80 Seiten langen Stellungnahme am Mittwoch. Der Entertainer müsse freigelassen werden. Zahlreiche Anträge auf Berufung und vorzeitige Haftentlassung waren abgelehnt worden.
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Mehr als 60 Frauen hatten Cosby sexuelle Übergriffe unterschiedlicher Art vorgeworfen. Im Prozess ging es allerdings nur um einen einzigen Fall aus dem Jahr 2004. Die Jury sah es als erwiesen an, dass Cosby eine Frau mit Tabletten hilflos gemacht und dann sexuell genötigt hatte. Der Entertainer hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen.