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MissbrauchsskandalPapst lehnt Rücktritt des deutschen Kardinals Marx ab

Erzbischof von München und Freising hatte vergangenen Freitag um seine Entlassung gebeten.

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Marx ist nicht nur einer der prominentesten katholischen Geistlichen in Deutschland, sondern auch ein enger Berater des Papstes. © AFP
 

Papst Franziskus hat den Rücktritt des Erzbischofs von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, abgelehnt. Das schrieb das Oberhaupt der katholischen Kirche in einem vom Heiligen Stuhl am Donnerstag veröffentlichten Brief. Der frühere Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz hatte am vergangenen Freitag mitgeteilt, dass er den Papst um seine Entlassung gebeten habe. Er wolle damit "Mitverantwortung" für die "Katastrophe des sexuellen Missbrauchs" übernehmen.

Der 67-jährige Marx, der nach viel öffentlicher Kritik wegen der auch im Erzbistum München noch nicht abgeschlossenen Aufarbeitung des Missbrauchsskandals im April auf die Verleihung des Großen Verdienstkreuzes durch den deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier verzichtet hatte, erklärte, er wolle durch seinen Rückzug ganz bewusst auch ein Zeichen für "einen neuen Aufbruch der Kirche" setzen. Diese müsse sich grundlegend erneuern und reformieren.

Marx ist nicht nur einer der prominentesten katholischen Geistlichen in Deutschland, sondern auch ein enger Berater des Papstes.

Kommentare (3)
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petrbaur
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durch seinen Rückzug ganz bewusst auch ein Zeichen für "einen neuen Aufbruch der Kirche" setzen

das ich nicht lache.. mehr kindesmisshandlungen als dieser verein hat kein anderer zu bieten

dieRealität2019
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Denkste. Wie stellt sich der Maxi das vor? Hier eigene Entscheidungen generell gegen den Klerus zu treffen?

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".....erklärte, er wolle durch seinen Rückzug ganz bewusst auch ein Zeichen für "einen neuen Aufbruch der Kirche" setzen. Diese müsse sich grundlegend erneuern und reformieren...."
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Da er selbst ja nicht involviert ist benötigt der Papst verständlicherweise noch in dieser Position saubere und untadelige "Schiffer" auf die man sich verlassen kann. Da kann Marx nicht einfach daherkommen und sagen ich trete zurück.

dieRealität2019
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3
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ich musste schmunzeln als ich diese Zeilen las

>>>>> grundlegend erneuern und reformieren <<<<<< lieber Marx das behält sich der Papst als links vom Herrn sitzenden, vor allem wenn man schon Jahrhunderte darauf auf eine Erneuerung und Reform darauf wartet. Das wird der Papst seinen Nachfolgern überlassen.
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In der Kirche gehts wie in der Politik. Für Erneuerungen und Reformen benötigt man die Kurie bzw. den gesamten Klerus. In der Politik gibts keine Erneuerungen noch Reformen gegen einen Widerstand der gesamten Bürokratie und aller Netzwerke.
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Banal und trivial. Mitgehangen, mitgefangen. Symbolisch gesehen. Kein Mensch kann sich aus der dahinrollenden Walze der Gesellschaften tatsächlich lösen. Wenn er es versucht, dann wird er niedergewalzt.