Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Auch in ÖsterreichFBI hörte Drogen-Mafia über eingeschleuste Handys ab: 800 Festnahmen

Europol koordinierte Operation "Trojan Shield". 300 Banden infiltriert, Tonnen von Kokain, aber auch Bargeld, Juewelen und Waffen sichergestellt.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
US-Staatsanwalt Randy Grossman zeigte bei einer Pressekonferenz in San Diego auch Fotos von den sichergestellten Drogen.
US-Staatsanwalt Randy Grossman zeigte bei einer Pressekonferenz in San Diego auch Fotos von den sichergestellten Drogen. © AP
 

Rund 700 Razzien in 16 Ländern, mehr als 800 Festnahmen Verdächtiger, die in mehr als 100 Ländern aktiv waren, tonnenweise beschlagnahmtes Kokain, aber auch sichergestelltes Bargeld, Juwelen und Waffen: Das ist die Bilanz der Operation „Trojan Shield“, die Europol auf einer Pressekonferenz in Den Haag vorgelegt hat. Auch in Österreich gab es Festnahmen.

18 Monate lang hatten Ermittler Telefongespräche und andere Kommunikationswege von Banden abgehört. 27 Millionen Nachrichten seien gefiltert worden. Der Schlag war gelungen, da Undercover-Beamte 12.000 präparierte Telefone in rund 300 Banden eingeschleust hatten, auch in Mafia-Banden in Italien, Motorrad-Gangs und internationale Drogen-Syndikate.

"Sichere" Telefone: FBI hörte mit

Die Telefone, die angeblich verschlüsselt sein sollten, waren nach Europol-Angaben mit einem vom FBI eingerichteten Telekom-Netzwerk verbunden. „Dies war einer der größten und ausgeklügeltsten Einsätze überhaupt“, sagte der Europol-Vizedirektor Jean-Philippe Lecouffe. Die Operation unter Europol-Koordination stand unter der Leitung des FBI, der US-Drogenbehörde, der Polizei von Schweden und Niederlanden. Ermittler in 16 Ländern waren beteiligt.

Details zu Österreich folgen noch

In Österreich gab es in mehreren Bundesländern Hausdurchsuchungen, bestätigte eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes. Aus kriminaltaktischen Gründen wollte man am Dienstag noch keine weiteren Details preisgeben. Auch Festnahmen soll es gegeben haben. Details dazu sollen heute in einer eigenen Pressekonferenz folgen. "Polizeibehörden weltweit haben der Organisierten Kriminalität
mit der Operation 'Trojanischer Schild' einen harten Schlag
versetzt. An dieser Operation war auch die österreichische Polizei
maßgeblich beteiligt. Der Erfolg zeigt, wie wichtig die
internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen die Organisierte
Kriminalität ist", sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) udn bedankte sich bei den beteiligten Ermittlern.

70 Festnahmen in Deutschland

Alleine in Deutschland wurden mehr als 150 Wohnungen, Lagerhallen
und Geschäftsräume durchsucht, wie das Bundeskriminalamt (BKA) in
Wiesbaden mitteilte. Es habe mehr als 70 Festnahmen gegeben. Die
Beschuldigten in Deutschland stehen nach Angaben der Ermittler im
Verdacht, mit Betäubungsmitteln und Waffen gehandelt zu haben.

FBI: Straftäter sollten sich nicht mehr sicher fühlen

Das FBI teilte mit, das Büro in San Diego sei das Zentrum der
Operation mit mehr als 100 Polizisten, Analysten und Linguisten
gewesen. FBI-Sonderermittler Jamie Arnold sagte, neben dem Sammeln von Informationen sei ein Ziel gewesen, das Vertrauen krimineller Netzwerke zu untergraben. "Kriminelle Gruppen, die verschlüsselte Kommunikation nutzen, um Strafverfolgung zu vereiteln, sollten sich dabei nicht mehr sicher fühlen." Man hoffe, dass nun Straftäter weltweit fürchteten, dass das FBI oder eine andere Polizeibehörde ihre verschlüsselten Plattformen betreibt.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

harri156
41
12
Lesenswert?

Eh klor!

Österreich braucht eine eigene Pressekonferenz in der Details bekanntgegeben werden! Überall genügt eine Presseaussendung…

Miraculix11
2
26
Lesenswert?

Und was steht unter dem Bild?

US-Staatsanwalt Randy Grossman zeigte bei einer Pressekonferenz in San Diego auch Fotos von den sichergestellten Drogen.

Adiga
0
0
Lesenswert?

Mehr will man davon nicht gesehen haben...

Ich würd denen die unbedingt mal ins Fernsehen wollen, den Spaß gönnen; außerdem sieht ja sowieso kaum jemand noch zu. Das Fernsehen hat sich überholt.

Weil wie nimmt man in der Regel heute eine Pressekonferenz wahr, in dem man ein schlecht aufgelöstes Foto davon im Internet findet mit einem kurzen Kommendar darunter. Denn das reicht für Öffentlichkeit meistens völlig aus.