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Schande von LesbosPfadfinder und NGOs verlangen Evakuierung von Camps

Die Lage in Camps wie Kara Tepe auf Lesbos spitze sich zu, die "Lebensumstände und Gesundheit Tausender Schutzsuchender verschlechtern sich Tag für Tag."

© (c) AFP (ANTHI PAZIANOU)
 

Die AG Globale Verantwortung, Dachverband entwicklungspolitischer Organisationen, und die Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs (PPÖ) haben am Mittwoch erneut die Evakuierung von Menschen aus griechischen Flüchtlingscamps gefordert. Die Lage in Camps wie Kara Tepe auf Lesbos spitze sich zu, die "Lebensumstände und Gesundheit Tausender Schutzsuchender verschlechtern sich Tag für Tag", so Annelies Vilim, Geschäftsführerin der AG Globale Verantwortung.

Auf den Ostägäis-Inseln Lesbos, Chios und Samos würden noch immer rund 19.000 Menschen "in teils undichten und unbeheizten Zelten hausen, die keinen ausreichenden Schutz vor Regenfluten, Schlammmassen, Orkanböen und Schneefällen bieten", berichtete Vilim in einer Aussendung. In den Flüchtlingscamps würden "grundlegende Menschenrechte missachtet - und das im Europa des 21. Jahrhunderts, inmitten der Covid-19-Krise. Das ist einem Friedensprojekt, als das sich die EU selbst bezeichnet, schlicht unwürdig", betonte sie und forderte die Regierungschefs Europas auf, gemeinsame Lösungen zu finden, um "diese Schande" zu beenden.

Umverteilung endlich angehen

Die AG Globale Verantwortung richtete erneut auch einen Appell an die türkis-grüne Regierung, Kinder aus den Flüchtlingslagern zu evakuieren und am Relocation-Programm (Umverteilung) wieder teilzunehmen. Bisher weigert sich vor allem die ÖVP, Geflüchtete aufzunehmen.

Die Pfadfinder stießen ins selbe Horn. In einem offenen Brief an Bundespräsident Alexander Van der Bellen und die Mitglieder der Bundesregierung forderten sie die Evakuierung von Kara Tepe und Lipa in Bosnien-Herzegowina. Die in den beiden Camps an den EU-Außengrenzen untergebrachten Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien sollten in Österreich aufgenommen werden, hieß es.

Im Rahmen einer Initiative der Vorarlberger Pfadfinder-Landesorganisation seien bereits 500 Rücksäcke - unter anderem mit Hygieneartikeln befüllt - ins Lager Kara Tepe gebracht worden. Außerdem leiste man durch die Begleitung von Kindern und Jugendlichen in lokalen Pfadfinder-Gruppen einen aktiven Beitrag zur Integration, betonten die Pfadfinder mit Präsident Dominik Habsburg-Lothringen an der Spitze.

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wjs13
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7
Lesenswert?

Niemand zwingt sie im Camp zu bleiben

Sie sind alle freiwillig (illegal) gekommen und niemand wird sie aufhalten wenn sie wieder umkehren. Im Gegenteil, die EU würde ihnen dabei sogar behilflich sein.