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DeutschlandSkurriler Prozess um "zeigefreudigen" Karnevalsprinzen

Der entthronte Prinz wehrt sich gegen seine "Entmachtung". Zu dieser kam es, weil Nacktfotos von diesem aufgetaucht waren.

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Vor dem Wuppertaler Amtsgericht ist ein pikanter Prozess um den Rauswurf eines Karnevalsprinzen verhandelt worden. Nachdem vom Prinzen Nacktfotos aufgetaucht waren, hatte das Carneval Comitee Wuppertal ihm den "Prinzenvertrag" gekündigt. Bei den Fotos, die den Prinzen in Ornat-Jacke, aber "unten ohne" zeigen sollen, soll es sich um Selfies handeln.

"Du bist im Prinzen-Ornat in unmöglicher, schamverletzender, fast pornografischer Pose und damit eines Prinzen der Stadt Wuppertal unwürdiger Art abgebildet, deine Amtszeit ist mit dem heutigen Tag, dem 8. März, beendet", heißt es in dem Kündigungsschreiben an den Prinzen.

Der Prinz gab am Freitag vor Gericht wie schon im Vorfeld zu, sich entsprechend fotografiert zu haben. Die Fotos habe er aber nur einem Intimpartner geschickt. Mit diesem, seinem Ex-Freund, habe er öfter entsprechende Fotos ausgetauscht.

Vier Fotos waren dem Präsidenten der Wuppertaler Narren anonym zugesandt worden. "Ich konnte und wollte es nicht glauben, bis ich diese schockierenden Fotos gesehen habe", erklärte dieser der "Wuppertaler Rundschau". Das Ganze hatte sich nach Aschermittwoch abgespielt, der Straßenkarneval war ohnehin beendet. Doch die offizielle Amtszeit des Prinzenpaars endet normalerweise erst am 11. November mit einem Abschiedsorden für das Prinzenpaar und der Teilnahme am Rosensonntagszug, der 2021 aber ohnehin nicht stattfindet.

"Es geht meinem Mandanten darum, festzustellen, dass er zu Unrecht als Prinz abgesetzt worden war. Die Saison ist mittlerweile abgelaufen, er möchte aber insofern auch seine Ehre gewahrt wissen", sagte der Anwalt des geschassten Prinzen. Dieser wolle "in die Annalen des Wuppertaler Karnevals nicht als unwürdiger, entlassener Prinz eingehen". Das Urteil in dem Rechtsstreit soll am 8. Jänner verkündet werden.

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