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Anti-Rassismus-ProtesteTrump in Kenosha: Ausschreitungen sind "inländischer Terrorismus"

Gouverneur und Bürgermeister hatten von Visite abgeraten. Kenosha ist nach den Schüssen auf den Afroamerikaner Jacob Blake zu einem Brennpunkt der Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt geworden.

US-Präsident Donald Trump beim Besuch von Kenosha, wo es am Rande der Anti-Rassismus-Proteste zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen war © AP/Evan Vucci
 

US-Präsident Donald Trump hat bei seinem umstrittenen Besuch in Kenosha mehr Mittel für die öffentliche Sicherheit in Aussicht gestellt. Dem gesamten Staat Wisconsin würden 42 Millionen Dollar (35,18 Mio. Euro) für die öffentliche Sicherheit bereitgestellt, sagte am Dienstag der Republikaner, der im November wiedergewählt werden will.

Die Strafverfolgungsbehörden in der Stadt, in der es nach den Schüssen eines weißen Polizisten auf einen Schwarzen zu teils gewaltsamen Protesten kam, würden eine Millionen Dollar an Bundesmitteln erhalten, sagte Trump nach seiner Ankunft. Zudem sollten die Geschäfte, die durch die Auseinandersetzungen Schaden erlitten hätten, mit fast vier Millionen Dollar unterstützt werden.

Trump hat Ausschreitungen in der Stadt Kenosha als anti-amerikanische Krawalle und inländischen Terrorismus bezeichnet. Kenosha sei von Krawallen getroffen worden, die "gegen die Polizei gerichtet und anti-amerikanisch gewesen seien", sagte Trump. "Es war kein friedlicher Protest, sondern inländischer Terrorismus."

Anlässlich Trumps Besuch versammelten sich am Straßenrand sowohl Anhänger als auch Gegner des Präsidenten. Polizisten in Schutzausrüstung sorgten dafür, dass sein Tross freie Bahn hatte. Störungen gab es zunächst keine.

Gouverneur riet von Besuch ab

Der Gouverneur von Wisconsin und der Bürgermeister von Kenosha hatten Trump von der Visite abgeraten, weil sie eine Zunahme der Spannungen befürchteten. Ein Treffen Trumps mit der Familie des in Kenosha durch Polizeischüsse schwer verletzten Afroamerikaners Jacob Blake war nicht geplant.

Ein weißer Polizist hatte den 29-jährigen Blake am 23. August vor den Augen seiner drei kleinen Kinder durch sieben Schüsse in den Rücken schwer verletzt. Der erneute Fall von Polizeigewalt gegen Afroamerikaner löste Empörung und Proteste aus. Am Rande der Proteste wurden in der vergangenen Woche zwei Menschen erschossen, als Tatverdächtiger wurde ein 17-jähriger Weißer festgenommen.

Kenosha steht beispielhaft für die Spannungen im Land, die Trumps Regierungszeit prägen. Kritiker werfen Trump vor, die Spannungen gezielt anzuheizen, um sich im Wahlkampf als Garant für Recht und Ordnung in Szene setzen zu können.

Kommentare (6)

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SoundofThunder
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Wenn jemand ein Inländischer Terrorist ist....

..... ist es Trump himself! Der würde sogar einen Bürgerkrieg vom Zaun brechen um an der Macht zu bleiben,

fastlife
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...

andere länder als sh*tholes bezeichnen aber selbst nicht checken das es eigentlich "sein" Land ist das immer mehr zum sh*thole wird...

berndhoedl
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das die Lokalpolitiker vom Besuch abgeraten haben...

liegt sicher nicht an einem vermeintlich gutgemeinten Rat, sondern eher an der Tatsache der Parteizugehörigkeit.

Zwiepack
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Wer wünscht sich Trump als Besucher?

Sagt einiges über Sie!

UHBP
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@zwie...

Kurz und sein Gefolge würden sich sicher freuen.

Stony8762
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Trump ist ein Vollidiot! Weltweit!