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Kampf um Wasser und EssenKlimawandel: Experten warnen vor katastrophalem Sicherheitsrisiko

Ein am Montag veröffentlichter Bericht warnt davor, dass ganze Bevölkerungsgruppen durch Hitze, Dürre und fehlendes Wasser bzw. Nahrungsmittel von daheim vertrieben werden.

Sujetbild © APA/HARALD SCHNEIDER
 

Der Klimawandel könnte zu einem katastrophalen globalen Sicherheitsrisiko werden warnt eine Reihe von US-Experten aus den Bereichen Sicherheit, Militär und Geheimdiensten. Menschen würden ihr Leben verlieren oder krank werden und um knappes Wasser und Lebensmittel kämpfen. Der Druck in Folge der Erderwärmung könnte politische Spannungen verschärfen und zu Unruhen, Konflikten und Terrorismus führen.

Letztlich könnten die Sicherheitsvorkehrungen von Regierungen zusammenbrechen, heißt es laut Thomson Reuters Foundation in einem Bericht des Center of Climate and Security, einem parteifreien US-amerikanischen Politikberatungs-Institut. Zwar hätten Kriegsländer in Afrika und den Nahen Osten das höchste Risiko, aber auch industrialisierte Staaten seien verwundbar. Selbst in Szenarien geringerer Erderwärmung sei jede Region der Welt in den kommenden drei Jahrzehnten mit ernsten Risiken für die nationale Sicherheit konfrontiert, heißt es in dem Bericht. Eine stärkere Erderwärmung stelle die Welt im 21. Jahrhundert vor katastrophale, wahrscheinlich irreversible Sicherheitsprobleme.

Ganze Bevölkerungsgruppen betroffen

Der am Montag veröffentlichte Bericht warnt davor, dass ganze Bevölkerungsgruppen durch Hitze, Dürre und fehlendes Wasser bzw. Nahrungsmittel von daheim vertrieben werden. Krankheiten würden sich ausbreiten und der Grenzschutz und die Infrastruktur könnten zusammenbrechen, weil die Ressourcen fehlen. Das würde Extremismus, Kriminalität und Menschenhandel befeuern.

"Wir blicken wirklich auf eine trübe Zukunft, wenn mehr und mehr Länder instabil werden", sagte Rod Schoonover, ein früherer Geheimdienstanalyst und Ko-Autor des Berichts bei einem Pressegespräch. Die Experten, darunter frühere Regierungsmitarbeiter und Klimaexperten gingen von zwei Szenarien aus: Eine Erderwärmung um 1 bis 2 Grad bzw. eine Erderwärmung um 2 bis 4 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts. Die Vereinten Nationen haben gewarnt, dass die globale Temperatur bis dahin um vier Grad steigen wird, wenn die Treibhausgasemissionen nicht drastisch gesenkt werden.

 

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