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Coronavirus542 Fälle auf "Diamond Princess" nachgewiesen

Wegen des Virus war die "Diamond Princess" am 5. Februar unter Quarantäne gestellt worden, die Passagiere wurden aufgefordert, in ihren Kabinen zu bleiben.

Diamond Princess
542 Fälle auf "Diamond Princess" nachgewiesen © APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU
 

Auf dem in Japan unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus erneut deutlich gestiegen. Bei 88 weiteren Menschen sei das Virus nachgewiesen worden, teilte der japanische Gesundheitsminister Katsunobu Kato am Dienstag mit. 65 von ihnen zeigten demnach keine Symptome der Atemwegserkrankung Covid-19.

Mittlerweile wurden damit bereits 542 Infektionen auf dem Schiff nachgewiesen. Das sind mit Abstand die meisten Fälle an einem Ort außerhalb Chinas. Ursprünglich waren rund 3.700 Menschen aus 56 Ländern an Bord der "Diamond Princess", darunter nach Angaben der Reederei auch acht Deutsche. Mittlerweile sind noch rund 3.000 Menschen auf dem Schiff, das vor Yokohama vor Anker liegt. Alle seien auf das neuartige Coronavirus getestet worden, hieß es vom japanischen Gesundheitsministerium. Da aber noch nicht alle Testergebnisse da seien, könne die Zahl der Infizierten weiter steigen.

Unter Quarantäne

Wegen des Virus war die "Diamond Princess" am 5. Februar unter Quarantäne gestellt worden, die Passagiere wurden aufgefordert, in ihren Kabinen zu bleiben. Am (heutigen) Mittwoch endet der zweiwöchige Quarantänezeitraum. Menschen, bei denen das Virus nicht nachgewiesen wurde und die keinen engen Kontakt zu Infizierten hatten, sollen dann von Bord gehen dürfen. Laut Gesundheitsministerium dürfte dies aber von Mittwoch bis Freitag dauern. Für die übrigen verlängert sich die Quarantäne. Nachweislich Infizierte werden in Krankenhäusern isoliert.

Die USA hatten bereits am Montag rund 300 US-Passagiere der "Diamond Princess" in ihre Heimat ausgeflogen, ohne das Ende der Quarantäne in Japan abzuwarten. In den Vereinigten Staaten stehen sie aber weitere 14 Tage unter Quarantäne. Die 40 nachweislich infizierten US-Passagiere mussten in Krankenhäusern in Japan bleiben. Eine Sprecherin des britischen Außenministeriums in London sagte am Dienstag, angesichts der schwierigen Bedingungen an Bord organisiere die Regierung einen Heimflug für die Briten auf dem Schiff. Auch Italien, Kanada, Australien, Südkorea und Hongkong haben angekündigt, ihre Bürger heimzuholen. Das Auswärtige Amt in Berlin prüft eine Rückholung.

Abgesehen von der "Diamond Princess" wurden in Japan 74 weitere Infektionsfälle registriert, außerdem gab es dort bisher ein Todesopfer. Dabei handelte es sich um eine 80-jährige Frau in der an Tokio grenzenden Präfektur Kanagawa. In Festlandchina starben nach Behördenangaben mittlerweile fast 1.900 Menschen an dem neuartigen Coronavirus. Mehr als 72.000 Infektionen wurden dort seit Ausbruch der Epidemie im Dezember nachgewiesen.

 

 

Kommentare (2)
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lombok
7
6
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Was heißt da, "ausserhalb Chinas"?

Das Schiff ist doch in China stationiert. Somit hat das doch nix damit zu tun, dass es nun im benachbarten Japan liegt. Das Schiff fuhr Ende Jänner in China, wo es noch keine Kontrollen auf Flughäfen ind beim Betreten des Schiffes gab. Die folgende Quarantäne hat es leider dazu kommen lassen, dass nun aus einer Mücke ein Elefant wurde. Wir sind gerade auf der Costa Diadema in Dubai. Hier wird von Costa gemeinsam mit den Behörden hervorragend kontrolliert. Aber ich weiss schon - Dubai ist natürlich nicht China.

StabiloTom
9
6
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Ich habe generell den Eindruck,...

..., dass beim Thema Coronavirus jede Mücke zum Elefanten gemacht wird. Nur der Grund hierfür ist für mich nicht nachvollziehbar?