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WHO: Keine NotlageMillionen-Städte unter Quarantäne

Abgeriegelte Metropolen: In China könnten bereits bis zu 5000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sein. Außerhalb Chinas wurden einzelne Fälle aus Thailand, Japan, Südkorea, Taiwan und den USA gemeldet.

CHINA-HEALTH-VIRUS
Alarmstufe Rot in Teilen Chinas © (c) APA/AFP/NICOLAS ASFOURI
 

Wegen Sicherheitsvorkehrungen zur Bekämpfung des neuartigen Coronavirus in China sitzen mehr als 20 Millionen Menschen in Wuhan und anderen Städten des Landes fest. Angesichts von fast 600 Infektionen landesweit stellten die Behörden am Donnerstag nach Wuhan auch die Millionen-Stadt Huanggang unter Quarantäne.

Ein Bewohner in Wuhan sagte, die erzwungene Isolierung fühle sich an wie der "Weltuntergang". In Peking wurden Großveranstaltungen zum bevorstehenden Neujahrsfest abgesagt.

In der Elf-Millionen-Einwohner-Stadt Wuhan in der zentralen Provinz Hubei waren am Donnerstag nur wenige Menschen auf den Straßen. Wie von der Polizei angeordnet trugen sie zum Schutz vor Infektionen Atemmasken.

Ausnahmezustand in Wuhan: Millionenstadt leergefegt

Im Kampf gegen die neue Lungenkrankheit haben die chinesischen Behörden mehrere Städte mehr oder weniger abgeriegelt.

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Besonders betroffen ist Wuhan. Das Virus hat die Elf-Millionen-Metropole in eine Sperrzone verwandelt. Es fahren keine Busse, keine Bahnen. Der Flugbetrieb ist eingestellt.

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Die drastischen Maßnahmen sollen eine weitere Ausbreitung der Lungenkrankheit verhindern.

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Die Straßen sind entvölkert, Märkte und Einkaufszentren wie leergefegt. Von einer "Geisterstadt" ist die Rede.

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Die Behörden hatten die Einwohner am Mittwoch aufgerufen, die Stadt "nicht ohne besonderen Grund" zu verlassen. Sämtliche Flüge und Zugfahrten aus Wuhan wurden am Donnerstag eingestellt, Mautstationen der Ausfahrtstraßen waren geschlossen. Die Maßnahmen nährten Befürchtungen, dass Panik unter Wuhans Bevölkerung ausbrechen könnte.

WHO sieht noch keine Notlage

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sah am Donnerstagabend keinen Grund, eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite auszurufen. "Es ist nicht der richtige Zeitpunkt", sagte der Vorsitzende des Notfallausschusses, Didier Houssin. Er verwies darauf, dass es im Ausland bisher nur wenig Fälle gebe, und dass China bereits selbst weitreichende Vorkehrungen getroffen habe.

Auch Huanggang 70 Kilometer östlich von Wuhan wurde am Donnerstag unter Quarantäne gestellt. Öffentliche Verkehrsverbindungen würden ab Mitternacht (17.00 Uhr MEZ) ausgesetzt, teilte die Verwaltung ihren 7,5 Millionen Einwohnern mit. Außerdem würden alle Kinos, Internetcafes und der zentrale Markt geschlossen. In der 1,1-Millionen-Einwohner-Stadt Ezhou wurde der Hauptbahnhof vorerst geschlossen.

Die Behörden der Stadt Xiantao teilten am Donnerstag mit, 30 Mautstationen auf den Zufahrtsstraßen zu der 1,5-Millionen-Einwohner-Stadt seien geschlossen worden. Der Verkehr dort sei untersagt. In der Stadt Chibi, die etwa eine halbe Million Einwohner hat, wollten die Behörden den öffentlichen Verkehr ab Mitternacht aussetzen. Beide Städte liegen in der Provinz Hubei, zu der auch Wuhan gehört.

"Wir fühlen uns, als wäre dies der Weltuntergang", beschrieb ein Bewohner im chinesischen Kurzbotschaftendienst Weibo die Stimmung in Wuhan. Er befürchtete Engpässe bei Lebensmitteln und Desinfektionsmitteln.

Neuer Verdachtsfall in den USA

In den USA ist ein neuer Verdachtsfall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus aus China gemeldet worden. Ein aus der chinesischen Stadt Wuhan eingereister Patient im texanischen Brazos County sei womöglich mit dem Virus infiziert, teilten die örtlichen Behörden am Donnerstag mit.

Bestätigt ist der Fall aber noch nicht. Der Mann wurde vorübergehend in seinem Haus isoliert, bis ein Bluttest Klarheit schafft.

Am Dienstag war in den USA ein erster Fall des Coronavirus bestätigt worden. Ein ebenfalls aus Wuhan eingereister Patient meldete sich nahe der Großstadt Seattle selbst bei den Behörden. Dem Mann geht es bereits besser, er dürfte bald aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Kein Neujahrsfest

Zum Neujahrsfest dürfen keine großen öffentlichen Feiern in Wuhan stattfinden. Ein Mitarbeiter eines Einkaufszentrums der Stadt äußerte Verständnis für die Vorsichtsmaßnahmen: "Selbst wenn wir dieses Jahr nicht Neujahr feiern können, gibt es immer ein nächstes Jahr."

Damit müssen sich auch viele Menschen in der Hauptstadt Peking trösten. Die Stadtverwaltung sagte am Donnerstag Großveranstaltungen zum chinesischen Neujahrsfest ab. Auch einige touristische Attraktionen, darunter ab Samstag die Verbotene Stadt, werden bis auf Weiteres geschlossen.

Der Beginn eines neuen chinesischen Mondjahres wird in China üblicherweise groß im Kreise der Familie gefeiert. Wegen des Jahreswechsels in der Nacht zum Samstag waren in den vergangenen Tagen hunderte Millionen Menschen in der Volksrepublik unterwegs. Die Reisen erhöhen das Risiko einer Ausbreitung des neuen Coronavirus, das auch von Mensch zu Mensch übertragen wird.

Zwischen 600 und 5000 infiziert

Bisher haben sich nach Behördenangaben bereits mehr als 570 Menschen in China infiziert, etwa 5000 weitere wurden unter Beobachtung gestellt. Forscher des Londoner Imperial College gehen allerdings von etwa 4000 Infizierten aus.

Nach Behördenangaben starben bisher 18 Infizierte mit Vorerkrankungen im Alter von 48 bis 89 Jahren. Außerhalb Chinas wurden einzelne Fälle aus Thailand, Japan, Südkorea, Taiwan und den USA gemeldet. Am Donnerstag kamen Fälle in Singapur, Vietnam und Saudi-Arabien hinzu. Auf Flughäfen in vielen Ländern wurden Sicherheitsvorkehrungen wie Temperaturscans bei Passagieren getroffen.

Unliebsame Erinnerungen

Die Infektion weckt Erinnerung an die Sars-Epidemie 2002/2003. An der ebenfalls durch ein Coronavirus ausgelösten Atemwegserkrankung starben damals 774 Menschen, die meisten in Festland-China und Hongkong. Den chinesischen Behörden wurde damals vorgeworfen, nicht schnell genug reagiert zu haben.

Das neue Coronavirus soll zunächst von Tieren auf einem Markt in Wuhan übertragen worden sein, der mittlerweile geschlossen ist. Zwei neuen Studien zufolge könnten Schlangen und Fledermäuse Überträger sein.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wollte am Donnerstag weiter über eine Verhängung eines internationalen Gesundheitsnotstands beraten.

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Danke für Ihr Verständnis.

Reipsi
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Über so etwas berichtet der

ORF nicht oder nur zögerlich , sonst berichten sie über jeden unwichtigen Blödsinn .

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redbull
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???

War in der ZIB1 gestern die Hauptmeldung und in der ZIB2 auch ein Bericht.

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Solo1
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China, der größte Luftverschmutzer

Dadurch werden die Atmungsorgane besonders anfällig für solche Erkrankungen, weil das Immunsystem dieser Organe geschwächt ist.

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marioschierl
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Wetten dass...

...es in den nächsten Wochen eine passende Impfung geben wird!

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Hazel15
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Grippe in Deutschland

Schon 32 Menschen sind in der aktuellen Saison daran gestorben, 13000 daran erkrankt!!! Interessiert keinen Menschen, wichtig das in China bei einer Einwohnerzahl von 1 408 526 449 Menschen, 17 daran gestorben. Also, die Chance an Grippe zu sterben ist bei uns milloipnenfach höher, als mit dem neuartigen Coronavirus infiziert zu werden bzw. zu sterben. Selbst wenn man nach China reist, ist das Risiko an Grippe zu sterben um das Xfachehöher. Nur macht man mit Grippe keine Schlagzeilen, ist halt so.

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spwolfg
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@hazel15

Unglaublich wie viele Idis sich in den Netzen "dummeln" (Rechtschreibung richtig).

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checker43
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China

wird den Höhepunkt der Infektionen kaum schon hinter sich haben.

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joe1406
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Dachte nicht so gefährlich ....

zumindest klang das bis jetzt so. Was man heute auch noch von den Experten lesen konnte. Man weiss nix genaues also.

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lombok
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Es ist wohl sehr ernst zu nehmen,

aber wir natürlich von Medien sensationsgeil beschrieben und dramatisiert. Die Wahrheit liegt also wohl in der Mitte. Also: Ernst nehmen aber dennoch nicht zu sehr Drama. Wie immer, bei all den Schreckensmeldungen, die man täglich in Zeitungen liest. Kaum/Nie liest man Meldungen über schöne, beruhigende und angenehme Dinge auf dieser Welt. Wäre ja langweilig.

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