Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

LuftverschmutzungBuschbrände legen australische Hauptstadt Canberra lahm

In der Hauptstadt Canberra war die Luft am Montag durch den Rauch gefährlich verschmutzt. Die Stadtregierung rief die Menschen dazu auf, drinnenzubleiben. Einige Flüge wurden gestrichen.

In der Hauptstadt Canberra war die Luft am Montag durch den Rauch gefährlich verschmutzt © AP
 

Die Buschbrände in Australien wüten weiter, es ist noch kein Ende in Sicht. Der Qualm raubt den Menschen in den betroffenen Gebieten den Atem. In der Hauptstadt Canberra war die Luft am Montag gefährlich verschmutzt. Die Stadtregierung rief die Menschen dazu auf, im Inneren zu bleiben. Einige Flüge wurden gestrichen. Museen, Geschäfte und Universitäten blieben geschlossen.

Etwas Regen

Das Innenministerium forderte seine Mitarbeiter auf, für 48 Stunden zu Hause zu bleiben. An der Südostküste gab es Regen, was den Kampf der Feuerwehr etwas erleichterte. Eine Entwarnung gab es aber nicht. In den Bundesstaaten New South Wales und Victoria loderten noch mehr als 170 Feuer. Einige Gebiete waren weiter abgeschnitten. Seit Beginn der Brände im Oktober sind landesweit 24 Menschen ums Leben gekommen. Etwa sieben Millionen Hektar brannten nieder - das ist ungefähr ein Fünftel der Fläche Deutschlands.

"Die Feuer brennen immer noch, und sie werden noch über Monate brennen", sagte der australische Premierminister Scott Morrison am Montag vor Reportern. Der konservative Politiker, der wegen seines Krisenmanagements in der Kritik steht, hatte eine neue nationale Agentur angekündigt, die sich um die Folgen der Katastrophe kümmern soll. Ein Fonds soll in den nächsten zwei Jahren mindestens zwei Milliarden australische Dollar (1,2 Milliarden Euro) bekommen - Geld für die Farmer, kleine Geschäfte und betroffene Bewohner.

>>>Golden Globes: Russel Crowe: Klima-Appell statt Dankesrede

Katastrophale Folgen für Fauna und Flora

Militär-Reservisten sollen dabei helfen, die verendeten Schafe und das Vieh zu begraben. Die Folgen für die einzigartige Pflanzen-und Tierwelt Australiens sind nicht absehbar. Hunderte Millionen Tiere wurden nach Schätzungen von Wissenschaftern allein in New South Wales getötet. Besonders das Schicksal der Koalas bewegt viele Menschen. In einem Augenzeugenbericht im "Sydney Morning Herald" ist zu lesen, wie die Tiere schreien, während sie im Flammenmeer sterben. Bilder von Tieren im Brandgebiet verbreiteten sich im Internet - etwa das eines Koalas, der an Bord eines Lastwagenfahrers Schutz findet.

Australien: Horrorwochende in der Feuersbrunst

Seit Oktober wüten in Australien verheerende Buschfeuer.

AFP

Eine Fläche von mehr als sechs Millionen Hektar wurde bereits zerstört. Das ist größer als die Fläche der Niederlande.

AFP

Während im Bundesstaat New South Wales nach wie vor rund 170 Buschbrände wüten und es auch Sonntagfrüh vielerorts keinen Strom gab, lodern im Nachbarstaat Victoria etwa 50 Brände.

AFP

Hitze und Winde fachen die Feuer weiter an.

AFP

Die Folgen für die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt des Kontinents sind verheerend.

(c) AP (James Ross)

Experten schätzen, dass allein in dem Bundesstaat New South Wales fast eine halbe Milliarde Tiere in den Flammen ums Leben gekommen sind.

(c) AP
AFP
AFP
AFP
AFP
AFP
AFP
AFP
AFP
AFP
AFP
AFP
AFP
AFP
AFP
AFP
AFP
AFP
AFP
AFP
AFP
(c) AP (Rick Rycroft)
(c) AP (Rick Rycroft)
(c) AP (Rick Rycroft)
(c) AP (Rick Rycroft)
(c) AP (Rick Rycroft)
(c) AP (Rick Rycroft)
(c) AP (Rick Rycroft)
1/34

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren