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Schneeballschlacht-Verbot US-Stadt will kein Spaßverderber mehr sein

Verordnung aus dem Jahr 1962 gilt für Schneebälle nur in Ausnahmen.

Bürgermeister vor Polizisten bei der Schneeballschlacht © Wausau Police
 

Eine Stadt im US-Bundesstaat Wisconsin wehrt sich gegen den Vorwurf, im Winter keinen Spaß zu verstehen. Anfang Dezember hatten mehrere lokale und nationale US-Medien über eine Verordnung in Wausau berichtet, die Schneeballschlachten angeblich verbietet. Die Polizei veröffentlichte daraufhin ein Video, in dem sich Polizisten mit Bürgermeister Robert Mielke eine Schneeballschlacht liefern.

Sie stellten außerdem klar: Es gebe seit 1962 eine Verordnung, die untersage, im öffentlichen Raum Pfeile, Steine oder andere Geschosse - auch Schneebälle - auf Menschen zu werfen. Sie sei in den vergangenen 15 Jahren aber nur zehnmal zur Anwendung gekommen - und nur in zwei Fällen, als Schneebälle auf fahrende Autos geflogen seien.

"Eine lustige Schneeballschlacht ist eine lustige Schneeballschlacht und nichts, wo wir diese Verordnung anwenden", sagte der stellvertretende Polizeichef Matt Barnes. Folgenlos bleiben die "ungenauen" Medienberichte der vergangenen Wochen nun aber offenbar nicht. Der öffentliche Radiosender WPR berichtete am Montag, der Stadtrat erwäge, die Liste der verbotenen Wurfgeschosse zu ändern - und den Schneeball daraus zu streichen. Im vergangenen Jahr hatte ein Volksschüler kurz vor Weihnachten ein fast hundert Jahre altes Schneeball-Wurfverbot in der Gemeinde Severance im Bundesstaat Colorado gekippt.

 

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