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Heiliger FelsenHunderte Touristen kletterten vor Schließung auf Uluru-Fels

Der 348 Meter hohe Felsen mitten in der australischen Wüste ist seit Freitag für alle Touristen gesperrt. Künftig darf er nur noch vom Boden und aus der Luft betrachtet werden.

© APA (AFP)
 

Australiens bekanntestem Berg, der Uluru, darf nicht mehr bestiegen werden. Der 348 Meter hohe Felsen mitten in der australischen Wüste ist seit Freitag für alle Touristen gesperrt. Künftig darf er nur noch vom Boden und aus der Luft betrachtet werden.

Die Verwaltung des Nationalparks kam damit Bitten der Aborigines-Ureinwohner nach, die dort schon seit mehr als 30.000 Jahren zuhause sind. Für sie ist der rot schimmernde Berg heiliges Gelände.

Mit dem Kletterverbot ging auch ein dunkles Kapitel Kolonialgeschichte zu Ende. Nach historischen Aufzeichnungen wurde der Berg erstmals 1873 von einem Weißen bestiegen. Bis vor ein paar Jahren nannte man ihn noch Ayers Rock - nach Sir Henry Ayers, einem ehemaligen Premierminister von South Australia. Inzwischen benutzen in Australien aber fast alle den Aborigines-Namen Uluru.

Letzter Aufstieg

Am Freitag nutzten nochmals tausende Touristen die letzte Möglichkeit, von oben viele Kilometer weit in den australischen Outback blicken zu können. Punkt 16.00 Uhr sperrte die Verwaltung des Nationalparks den Aufstieg ab. Nach und nach kamen die letzten Wanderer herunter. Wer gegen das Verbot verstößt, muss künftig mindestens 630 australische Dollar (knapp 390 Euro) zahlen.

Am Wochenende soll es zusammen mit Aborigines eine Feierstunde zur Schließung geben. Nächste Woche wird dann die Kette abmontiert, an der man sich bisher nach oben hangeln konnte. Der Uluru ist trotz seiner bescheidenen Höhe gefährlich. Der Fels ist nicht nur steil, sondern auch extrem glatt. Mindestens 37 Menschen kamen dort ums Leben. Zuletzt starb im Juli vergangenen Jahres ein 73 Jahre alter Japaner.

 

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