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Ab 1. Juli 2020So viel zahlen Tagestouristen künftig in Venedig

Drei Euro sollen Tagestouristen in Venedig künftig zahlen, in Spitzenzeiten können es sogar bis zu zehn Euro sein.

© APA (AFP)
 

Drei Euro Eintrittsgeld werden Tagestouristen in Venedig ab 1. Juli 2020 zahlen müssen. Zu Spitzenzeiten kann das Eintrittsgeld auf sechs, acht oder maximal zehn Euro steigen, beschloss der Gemeinderat am Donnerstag. Ziel der Gemeinde ist, dass ab 2022 Tagestouristen ihren Besuch in der Lagunenstadt online buchen, verlautete es aus dem Gemeinderat.

"Wir beweisen, dass wir Verantwortung für unsere Stadt übernehmen", kommentierte der Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro. Die Gemeinde prüft nun die technischen Aspekte in Zusammenhang mit dem Einzug des Eintrittsgelds, das unter anderem per Kreditkarte und Paypal gezahlt werden soll.

Das "Eintrittsgeld" für Tagestouristen war vom Kommunalrat im Februar beschlossen worden. Bisher war noch nicht die Höhe des Betrags bekannt gegeben worden. Mit dem Eintrittsgeld für Tagestouristen möchte die Stadt ihre Besucherströme besser regeln. Zu Spitzenzeiten sind bis zu 130.000 Touristen täglich in Venedig unterwegs. Die Einheimischen betrachten diese Entwicklung mit wachsender Sorge.

Kommentare (5)

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styrianprawda
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1
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Abzocke oder Lenkungsinstrument?

Wenn ich wieder mal, so wie heuer, für ein Konzert im La Fenice am frühen Abend mit der Bahn an- und gleich danach wieder abreise, muss ich dann auch die Gebühr zahlen?
Oder wenn ich nur die Biennale besuche?

Und: wo sind die Kontrollpunkte? An jeder Vaporetto-Station der Linien, mit denen man Venedig von ausserhalb erreichen kann, am Bahnhof, an jeder Zufahrtsstraße?
Oder stellt man sich stichprobenartige Kontrollen vor?

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Rick Deckard
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viel zu wenig!

20, 30 oder 40 Euro pro Person! Da fängt Regulation erst wirklich an!
Und wenn ein Kreuzfahrtschiff mit 3.000 Personen in den Hafen will - dann sind gleich mal 100.000 Euro fällig - egal ob wer von Bord geht oder nicht! Dann wird merken ob die Leute die Stadt wirklich erleben wollen .

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gonde
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Das ist ja lächerlich. Dadurch wird sich nichts ändern!

.

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lombok
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So ist es!

Aber wenn man an Spitzentagen (und davon gibt es pro Jahr etwa 100) pro Tag 390.000,-- einnimmt (also bei nur 100 solcher Tage 39 Millionen Euro!!!), dann ist wohl jedem die Doppelmoral klar. (und das rechne ich nun nur mit 3,-- ... was ist dann erst, wenn es wirklich 6 oder 10,-- sind???)

Wie Sie richtig sagen: Deshalb wird es nicht weniger werden, sondern es geht nur ums liebe Geld.

Ähnlich wie bei Kreuzfahrtschiffen in Venedig: Die wenigsten Passagiere gehen wirklich in die Stadt, da der Hafen zu weit draussen liegt und in Venedig meist nur der Start- und Endpunkt einer Reise ist. Am Beginn will jeder gleich aufs Schiff und am Ende will jeder gleich nach Hause. Dennoch kassiert die Stadt pro Schiff 35.000,-- an Liegegebühr (samstags und sonntags liegen meist 5 Schiffe dort). Zusätzlich dazu kommt nun noch diese 3,-- Gebühr, obwohl kaum jemand ganz ins Zentrum geht.

Die Stadt wird also mit Geld überschwemmt, dass der Stadt letztlich vielleicht nichts nützen wird. Wie so oft, versagt rein nur die Politik.

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styrianprawda
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@lombok

Sie irren sich.
Venedig ist nicht "meist nur der Start- und Endpunkt einer Reise".

Denn einige Zeit nach dem Einlaufen eines dieser Trümmer tummeln sich plötzlich mehr Menschen in den Gassen Venedigs.

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