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Ärger für Justin Trudeau Rassismus-Vorwürfe wegen Verkleidung vor 20 Jahren

Das "Time Magazin" veröffentlichte ein fast 20 Jahre altes Foto, das ihn - auf einem Kostümball mit dem Titel "Arabische Nächte" - mit einem dunkel geschminkten Gesicht, einem Gewand und einem Turban zeigt.

Trudeau mit Rassismusvorwürfen konfrontiert © AP
 

Gut einen Monat vor den vermutlich engen Parlamentswahlen sieht sich der kanadische Regierungschef Justin Trudeau mit einer heiklen Angelegenheit konfrontiert: Das "Time Magazin" veröffentlichte am Mittwoch (Ortszeit) ein fast 20 Jahre altes Foto, das ihn - auf einem Kostümball mit dem Titel "Arabische Nächte" - mit einem dunkel geschminkten Gesicht, einem Gewand und einem Turban zeigt.

Trudeau reagierte umgehend und entschuldigte sich. "Ich habe mir ein Aladdin-Kostüm angezogen und Make-up aufgetragen", sagte er dem kanadischen Sender CBC. "Ich hätte das nicht tun sollen. Ich hätte es besser wissen sollen, aber das habe ich nicht. Es tut mir wirklich leid."

Intoleranz und Diskriminierung weiter bekämpfen

Er fügte hinzu: "Es war etwas, von dem ich damals nicht dachte, dass es rassistisch wäre, aber jetzt erkenne ich, dass es etwas Rassistisches war." Er werde weiter daran arbeiten, Intoleranz und Diskriminierung zu bekämpfen, auch wenn er in der Vergangenheit offensichtlich einen Fehler gemacht habe. Zum Zeitpunkt der Aufnahme im Jahr 2001 war Trudeau 29 Jahre. Das Bild war laut "Time Magazine" im Jahrbuch einer Privatschule in Vancouver veröffentlicht worden, in der Trudeau damals gelehrt hatte.

In Kanada soll am 21. Oktober gewählt werden. Der Wahlkampf läuft seit einer guten Woche. Umfragen zufolge liegen Trudeaus Liberale und die Konservativen seines schärfsten Konkurrenten Andrew Scheer in etwa gleich auf - trotz boomender Wirtschaft und niedriger Arbeitslosenquote. Trudeau setzte in den vergangenen Monaten ein Skandal um Ermittlungen gegen die kanadische Firma SNC-Lavalin wegen Korruption und Schmiergeldzahlungen zu. Dem Premierminister wird vorgeworfen, dass er Ermittlungen seiner damaligen Justizministerin gegen das Unternehmen habe unterdrücken wollen. Mitte August kam eine Ethik-Kommission zu dem Schluss, Trudeau habe sich falsch verhalten.

 

Kommentare (6)

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tomtitan
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Uiuiui 🙈 man denke nur an die vielen Cowboy und INDIANER - Verkleidungen,

sehr bedenklich, sehr bedenklich... :-)))

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Cop42
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Ich bin im Fasching

einmal als Ölscheich gegangen. Muss ich mich jetzt auch entschuldigen? Da kann man nur mehr den Kopf schütteln.....

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eleasar
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Trudeau ist der Inbegriff einer fehlgeleiteten politischen Korrektheit und Gender-Ideologie.

Er unterbrach eine Studentin mitten in einer Diskussion, weil sie das korrekte Wort "mankind" (Menschheit) verwendete. „Man“ heißt im Englischen unter anderem Mensch und Mann. Trudeau gefiel das gar nicht. Er meinte, sie solle besser das Wort "peoplekind" verwenden, das ist geschlechts-neutral. Obwohl es das Wort "peoplekind" gar nicht gibt.

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mEmeinesErachtens
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"peoplekind" gibt es sehr wohl "Menschenkind"

generell es gibt in der englische Sprache zeitweise erhebliche Unterschiede zwischen England, den USA (ae) und Kanada. Es gibt Unterschiede zwischen den Universitäten dieser Länder. Im Detail ist alles noch komplizierter.
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Bei Übersetzungen gibt es die wortwörtliche und dann die sinngemäße Übersetzung, wobei es erhebliche Unterschied allein schon in den Regionen diese Länder gibt.
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Nur es ist letztendlich gegenstandslo, was wer wann noch dazu vor 20 Jahren gesagt hat. Das Jetzt und Heute zählt. Aber wir kennen diesen Nonsens aus dem österreichischen Wahlkampf.

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Katschy
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Sind jetzt alle verrückt geworden?

Ich habe als Kind Negerküsse gegessen und beim Sternsingen war ich der Mohr, beim Ausgehen war öfter neger, bin jetzt deswegen ein Rassist?

Wie verblödet wird unsere Gesellschaft noch?

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mEmeinesErachtens
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Darüber kann man nicht einmal mehr die Kopf schütteln.

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Mitte August kam eine Ethik-Kommission zu dem Schluss, Trudeau habe sich falsch verhalten.
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Unglaublich welcher fadenscheiniger Kniefall vor der Masse von Wähler und der Möglichkeit wieder an die Politk der Macht zu kommen.
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Früher gab es ein "Sprichwort" Politiker sind schlimmer als eine Hure. Wobei Prostituierte bis dato mehrfach dazugelernt haben und man mit Großteil diesen Menschen mit Achtung und Respekt begegnen kann.
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Was hat die Politik aus den letzten Jahrzehnten gelernt? wenn ich den österreichischen Wahlkampf betrachte, genaugenommen NICHTS.

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