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MittelmeerMigranten von "Ocean Viking" dürfen in Italien an Land

Die italienische Regierung hat dem Schiff den Hafen der Insel Lampedusa zugewiesen.

© APA (AFP)
 

Die Flüchtlinge an Bord des Rettungsschiffs "Ocean Viking" dürfen nach Angaben der Hilfsorganisation SOS Méditerranée in Italien an Land gehen. Die italienischen Behörden hätten dem Schiff die Einfahrt in den Hafen der Mittelmeerinsel Lampedusa erlaubt, teilte die NGO mit, die die "Ocean Viking" zusammen mit der Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen betreibt.

Nach Angaben des französischen Innenministeriums sollen die 82 Migranten an Bord anschließend auf fünf europäische Länder, unter ihnen Frankreich, Deutschland und Italien, verteilt werden.

Salvini verärgert

Der Chef von Italiens rechter Lega, Matteo Salvini, reagiert verärgert auf den Beschluss der italienischen Regierung, die Migranten an Bord des Rettungsschiffes "Ocean Viking" an Land gehen zu lassen. "Jetzt kommen sie: Offene Häfen ohne Grenzen", kommentierte Salvini die Entscheidung auf Twitter.

Die Demokratische Partei (PD), die mit der Fünf Sterne-Bewegung die zweite Regierung um Premier Giuseppe Conte unterstützt, begrüßte die Wende in Italiens Migrationspolitik. "Die italienische Regierung erteilt der ́Ocean Viking ́ einen sicheren Landehafen und die Migranten werden von mehreren EU-Ländern aufgenommen. Schluss mit Salvinis Propaganda auf Kosten verzweifelter Menschen im Mittelmeer! Endlich kehren Politik und internationale Beziehungen im Umgang mit der Migrationsproblematik zurück", erklärte der sozialdemokratische Kulturminister Dario Franceschini.

Die neue Regierung Conte will sich auch mit dem heiklen Thema Einwanderung befassen. Erwartet wird, dass die Sicherheitspakete mit drakonischen Strafen für Rettungsschiffe, die in Italien ohne Erlaubnis eintreffen, rückgängig gemacht werden. Zwei Sicherheitspakete waren von der rechten Lega um Ex-Innenminister Salvini im Parlament in den vergangenen Monaten durchgesetzt worden.

Seine Regierung werde ihre Einwanderungspolitik auf "mehreren Ebenen" betreiben, sagte Premier Conte bei der Vorstellung seines Regierungsprogramms im Parlament am Montag. So sollte das neue Kabinett mehr Kooperationsabkommen mit den Herkunftsländern der Migranten abschließen und weiterhin aktiv die Schlepperei bekämpfen. Auch mehr Rückführungsabkommen soll es geben. Conte bekräftigte das Recht jedes souveränen Landes, die Einwanderung zu regeln, sprach sich jedoch für eine aktivere Integrationspolitik zugunsten von Migranten mit Aufenthaltsrecht aus.

 

Kommentare (1)

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mEmeinesErachtens
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14
Lesenswert?

Wenn der Mißbrauch in der Flüchtlingspolitik und die Kriminalität Bestandteil unserer Gesellschaft wird.

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Es ist doch wohl unbestritten, dass der "Seenottrettungsdienst" zum vorsätzlichen und geplanten Bestandteil von Helfer, Schlepper und Flüchtlingen wurde. Mehr ist eigentlich dazu nicht zu sagen.

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